Aktuelles aus den VdZ-Zoos

Planung und Bau im Juni 2017

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© Werner Scheurer, Dr. Alexander Sliwa
  • 100.000 Euro von den Zoofreunden: Investition in die neue Banteng-Anlage

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Förderverein unterstützt den Bau der neuen Zoo-Attraktion – Eröffnung ist in diesem Sommer: 

Köln, 1. Juni 2017. Sechsstellig ist die Summe, die Uwe Schöneberg und Dr. Klaus Tiedeken, Vorstände der „Freunde des Kölner Zoos“, heute dem Zoo zur Verfügung stellen konnten. Exakt 100.000 Euro haben die Mitglieder des Fördervereins das vergangene Jahr über gemeinsam aufgebracht. Zoovorstand Christopher Landsberg nahm das Geld heute symbolisch entgegen. „Wir freuen uns, dem Zoo auch in diesem Jahr einen bedeutenden Betrag an die Hand geben zu können. Dieser wird erneut in die Modernisierung dieses einzigartigen Stücks Köln gesteckt. Damit sowohl die tiergärtnerische Arbeit als auch der Freizeitwert für die Besucher weiterhin höchsten Standards entsprechen“, erklärten die Zoofreunde-Vorstände bei der Übergabe.
Das Geld kommt der neuen Anlage für Asiatische Wildrinder – auch Bantengs genannt – zugute. Das aufwendig mit einem modernen Warmhaus mit LED- und Fernwärmetechnik gestaltete Gehege ist die neue Zoo-Attraktion 2017. In diesem Zuge wird auch der angrenzende Spielplatz erweitert. Eröffnung ist im Sommer dieses Jahres.
Asiatische Wildrinder, auch Bantengs genannt, sind in freier Wildbahn bedroht. Der Zoo hat sich deshalb entschieden, die Tiere wieder in seinen Bestand aufzunehmen. Bereits in den Anfangszeiten des 1860 gegründeten Zoos waren Vorgänger der imposanten Bantengs Bewohner von Köln. Zwischenzeitlich hatte der Zoo die Tiere abgegeben, um Platz für den Elefantenpark zu schaffen. Die neue Anlage wird durch Wassergraben und Holzpalisaden besonders naturnah und für die Besucher gut einsehbar gestaltet. Sie liegt zwischen Elefanten-Außenanlage und Spielplatz.
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Letzterer wird im Zuge der Umgestaltung um eine Spielwand ergänzt – für noch mehr Möglichkeiten zum Toben und Spielen.
Das architektonisch anspruchsvolle Gesamtkonzept umfasst auch die Erweiterung des Café Almira. Es erhält eine überdachte Terrasse mit zusätzlichen Sitz- und Verzehrmöglichkeiten. Eltern können dort bei Heißgetränken und kleinen Snacks sowohl den spielenden Nachwuchs wie auch Wildrinder und Elefanten im Auge behalten. Christopher Landsberg: „Wir investieren erneut in attraktive Angebote für unsere Besucher und in die konsequente Umsetzung unseres ehrgeizigen Masterplans. Wir machen den Zoo damit an einer weiteren Stelle fit für eine erfolgreiche Zukunft.“
Der Förderverein – ein starkes Stück Zoo
Der Förderverein „Freunde des Kölner Zoos“ besteht seit 1982. Er hat bereits zahlreiche wichtige Modernisierungsprojekte maßgeblich mitangeschoben – vom 1985 realisierten Urwaldhaus für Menschenaffen bis zum 2014 eröffneten Clemenshof, dem bis dato letzten großen Neubauprojekt des Zoos. Christopher Landsberg. „Die Unterstützung durch einen so verlässlichen Partner wie die ,Zoofreunde’ ist bei der Verwirklichung unserer ehrgeizigen Pläne immer ein wichtiges Faustpfand.“ Alle Infos zum Förderverein unter www.zoosamme.de.
Wer ebenfalls die neue Banteng-Anlage unterstützen will, kann dies mit der Übernahme einer Zaunpatenschaft tun. Alle Informationen dazu sind auf der Zoo-Website unter http://koelnerzoo.de/index.php/spende-sponsoring#Bantengs abrufbar.

Krokodilanlage erhält neuen Bewohner
Männliche Panzerechse aus Leipzig wird im November erwartet
In der seit dem Tod von Leistenkrokodil Max ungenutzten Anlage im Prof. Brandes-Haus wird
voraussichtlich im November dieses Jahres ein neues Krokodil einziehen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten
an den Absperrvorrichtungen der Anlage. Anschließend wird der zur seltenen Art der Sunda-Gaviale
zählende "De Gaulle" aus dem Zoo Leipzig nach Dresden umziehen.
De Gaulle, welcher 2012 aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen war, ist ca. 1971 geschlüpft und
etwa 4 Meter lang. Sunda-Gaviale können eine Länge von bis zu 5 Meter erreichen und kommen
ursprünglich in den Süß- und Brackwassergebieten der malaiischen Halbinsel sowie Sumatra, Borneo und
Java vor. Charakteristisch für diese Art ist ihre lange, schmale Schnauze. Mit etwa 2.500 verbliebenen
Exemplaren weltweit gelten die sich von Fisch, Reptilien, Vögeln und Säugern ernährenden Sunda-Gaviale
als vom Aussterben bedroht.
Gelesen 266 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Juni 2017 08:54
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