Aktuelles aus den VdZ-Zoos

Tierankünfte und -abgaben im November 2017

Pustelschwein Pustelschwein
© Tierpark Hellabrunn

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Visayas-Pustelschweine in München

München, 03.11.2017. Zuzug aus Belfast nach München: Mit zwei Keilern der vom Aussterben gefährdeten Visayas-Pustelschweine kann der Tierpark Hellabrunn ungewöhnliche Neuzugänge begrüßen. Da die Schweine in ihrer philippinischen Heimat hartnäckig verfolgt werden, bieten die europäischen Zoos ein Refugium an - insgesamt 150 der Tiere mit den kontrastreich gezeichneten Gesichtern leben hier. Die beiden Keiler kamen auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach München. "Es ist wichtig, innerhalb des Zuchtprogramms auch gleichgeschlechtliche Gruppen in Zoos zu halten, um das EEP zu entlasten", sagt Kurator Carsten Zehrer. "Wir stellen in Hellabrunn dafür gerne den Platz zur Verfügung."

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Sikahirsche in Wien

Wien, 07.11.2017. D2017 11 07 SikaWiener Tiergarten Schönbrunn in Wien trägt zur Erhaltung einer im Freiland ausgestorbenen Art bei. Besucher können nun vier der aus Vietnam stammenden Sikahirsche erleben. "Die Wälder in Vietnam, ihr ursprünglicher Lebensraum, sind für die Landwirtschaft gerodet worden", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. "Außerdem wurden die Vietnam-Sikahirsche wegen ihres Fleisches gejagt." Zoobesucher können nun auch die interessanten Eigenarten der Tiere beobachten: So stoßen sie bei Gefahr schrille, fast vogelähnliche Pfiffe aus.

Krokodilanlage erhält neuen Bewohner
Männliche Panzerechse aus Leipzig wird im November erwartet
In der seit dem Tod von Leistenkrokodil Max ungenutzten Anlage im Prof. Brandes-Haus wird
voraussichtlich im November dieses Jahres ein neues Krokodil einziehen. Derzeit laufen die letzten Arbeiten
an den Absperrvorrichtungen der Anlage. Anschließend wird der zur seltenen Art der Sunda-Gaviale
zählende "De Gaulle" aus dem Zoo Leipzig nach Dresden umziehen.
De Gaulle, welcher 2012 aus dem Tierpark Berlin nach Leipzig gekommen war, ist ca. 1971 geschlüpft und
etwa 4 Meter lang. Sunda-Gaviale können eine Länge von bis zu 5 Meter erreichen und kommen
ursprünglich in den Süß- und Brackwassergebieten der malaiischen Halbinsel sowie Sumatra, Borneo und
Java vor. Charakteristisch für diese Art ist ihre lange, schmale Schnauze. Mit etwa 2.500 verbliebenen
Exemplaren weltweit gelten die sich von Fisch, Reptilien, Vögeln und Säugern ernährenden Sunda-Gaviale
als vom Aussterben bedroht.
Gelesen 212 mal Letzte Änderung am Dienstag, 07 November 2017 12:23
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