Hyänen

Streifenhyäne

Streifenhyäne (Hyaena hyaena) im Zoo Augsburg Streifenhyäne (Hyaena hyaena) im Zoo Augsburg
© Dieter Gillesen / Zoo Augsburg

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Katzenartige (Feliformia)
Familie: Hyänen (Hyaenidae)
Unterfamilie: Eigentliche Hyänen (Hyaeninae)

Die Streifenhyäne bildet, je nach Autor, allein oder zusammen mit der Braunen Hyäne die Gattung Hyaena.

D NT 650

Streifenhyäne

Hyaena hyaena 
Engl.: The Striped Hyena
Franz.: La hyène rayée

Streifenhyäne (Hyaena hyaena) im Zoo Augsburg © Werner Gut / Zoo Augsburg
Streifenhyäne (Hyaena hyaena) im Zoo Augsburg © Werner Gut / Zoo Augsburg
Die Streifenhyäne wird als potenziell gefährdet taxiert, da der Gesamtbestand weltweit unter 10'000 (erwachsene) Tiere geschätzt wird. (Rote Liste: NEAR THTREATENED). Diese Abnahme der Bestände ist auf eine Verfolgung der Tiere und auf den Rückgang ihrer Beutetiere zurückzuführen.

Der internationale Handel ist nach CITES nicht geregelt oder eingeschränkt.

Verbreitung: Die Streifenhyäne hat zwar ein grosses, aber auch sehr zerstückeltes Verbreitungsgebiet. Es reicht von Nord- und Ostafrika über den Mittleren Osten und die Arabische Halbinsel, dem Iran und Pakistan bis 112-006-002-002 hyaena hyaena augs augs
Streifenhyänenweibchen (Hyaena hyaena) mit Jungtier im Zoo Augsburg © Zoo Augsburg
nach Indien.

Haltung in VdZ-Zoos: Augsburg, Berlin-Tierpark, Magdeburg, Schwerin, Tallinn

Besonderes: Die Streifenhyäne bewohnt Steppen, Halbwüsten, Akaziernbusch, Trockensavannen und Bergregionen bis zu 3'300 m Höhe. Sie erträgt daher auch trockene Kälte. Sie ist nachtaktiv und lebt solitär, in Mutterfamilien oder Familiengruppen. Nebst Aas frisst sie auch Früchte und jagt kleine bis mittelgroße Wirbeltiere. Erbeutet sie mehr Nahrung als sie fressen kann, legt sie Vorratsverstecke an. Der weißliche Kot wird in Latrinen abgesetzt. Nach einer Tragzeit von 90-94 Tagen werden 112-006-002-002 hyaena hyaena augs svenJansen
Junge Streifenhyäne (Hyaena hyaena) im Zoo Augsburg © Sven Jansen / Zoo Augsburg
meist 2-3 ca. 700 g schwere Welpen geborenm selten mehr. Diese werden mit etwa einem Jahr entwöhnt und helfen im Folgejahr bei der Betreuung der jüngeren Geschwister. Mit 2-3 Jahren werden sie geschlechtsreif.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
RUCH, P. (2000)

Literatur:
GRIMMBERGER, E. & RUDLOFF, K. (2009)
WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

PD/SN - 15.02.2011; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 8420 mal Letzte Änderung am Montag, 19 September 2016 13:42
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