Hunde

Löffelhund

Löffelhund (Otocyon megalotis) im Zoo Osnabrück Löffelhund (Otocyon megalotis) im Zoo Osnabrück
Pressefoto Zoo Osnabrück

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Hunde (Canidae)

Otocyon  ist eine monospezifische Gattung.

D LC 650

Löffelhund

Otocyon megalotis 
Engl.: The Bat-eared Fox
Franz: L'otocyon

Löffelhund (Otocyon megalotis) im Zoo Osnabrück - Pressefoto Zoo Osnabrück
Löffelhund (Otocyon megalotis) im Zoo Osnabrück - Pressefoto Zoo Osnabrück
Obwohl der Löffelhund ab und zu für sein Fell gejagt wird und auch mancherorts als Gefahr für kleine Nutztiere angesehen wird, ist er namentlich in Schutzgebieten noch häufig. Er gilt deshalb nicht als gefährdet. (Rote Liste: LEAST CONCERN)

Der internationale Handel ist unter CITES nicht geregelt.

Verbreitung; Östliches und südliches Afrika  (in zwei geografisch getrennten Populationen): Angola, Äthiopien, Botswana,Kenia, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Somalia, 112-001-012-001 otocyon megalotis map
Approximative Verbreitung des Löffelhundes (Otocyon megalotis)
Südafrika, Sudan, Tansania

Haltung in VdZ-Zoos: Dortmund, Erfurt, Krefeld, Kronberg, Leipzig, Löffelhündin (Otocyon megalotis) mit Welpen im Opel Zoo Kronberg © Martin Becker, Opel Zoo
Löffelhündin (Otocyon megalotis) mit Welpen im Opel Zoo Kronberg © Martin Becker, Opel Zoo
Magdeburg, Osnabrück. In VdZ-Zoos werden ausschließlich Südafrikanische Löffelhunde gehalten.

Besonderes: Der Löffelhund erreicht eine Schulterhöhe von rund 30-35 cm, eine Kopf-Rumpflönge von 50-60 cm eine Schwanzlänge von 30-35 cm und ein Gewicht von 3-5 kg. Ein besonderes Merkmal ist sein Gebiss: Es umfasst 46-50 Zähne. Diese Zähne sind, verglichen mit anderen Hundegebissen, stark verkleinert und der Insekten fressenden Lebensweise angepasst. Den überwiegenden Teil der Nahrung (etwa 90 %) machen Termiten aus, wobei Erntetermiten (Hodotermes mossambicus) bevorzugt werden. In geringerem Umfang werden andere Insekten, Tausendfüßer und Skorpione, gelegentlich 112-001-012-001 otocyon megalotis KRO
Junge Löffelhündin (Otocyon megalotis) im Opel Zoo Kronberg © èressefoto Opel Zoo
auch kleine Wirbeltiere wie Vögel, Eidechsen oder Nagetiere sowie Früchte gefressen. Sehr auffällig sind auch die riesigen Ohren, die bis zu 13 cm über den Kopf hinausragen. Die tütenförmigen Ohren helfen den Löffelhunden, Beute aufzuspüren und überschüssige Wärme abzugeben.

Löffelhunde sind überwiegend nachtaktiv, können aber während der kühleren Jahreszeit auch tagsüber unterwegs sein. Die heiße Tageszeit verbringen sie in ihrem Bau, den sie selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen haben. Sie leben in kleinen, monogamen Familienverbänden von zwei bis sechs Tieren, die aus einem Paar und ihren Nachkommen bestehen. Meist kommen einmal im Jahr, nach einer Tragzeit von 60 bis 70 Tagen, vier bis sechs Jungtiere zur Welt. Sie werden in einer Erdhöhle geboren und erreichen nach sechs Monaten das Gewicht der erwachsenen Tiere. (PM Zoo Osnabrück)

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
WAGNER, F. (2012)
SOMMER, C. (1990)

Literatur:
MILLS, G & HES, L. (1999)
WILSON, D. E. & MITTERMEIER, R.A. eds. (2009)

PD/Sn - 22.02.2011

Zurück zu Raubtiere

Weiter zu Polarfuchs (Alopex lagopus)

Gelesen 5371 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 08 April 2015 13:52
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx