Antilopen

Ellipsenwasserbock

Junger Ellipsenwasserbock (Kobus ellipsiprymnus) im Tierpark Berlin Junger Ellipsenwasserbock (Kobus ellipsiprymnus) im Tierpark Berlin
© Klaus Rudloff, Berlin

Ordnung: Paarzeher (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ried- und Wasserböcke (Reduncinae),

Zur Unterfamilie der Ried- und Wasserböcke gehören drei Gattungen mit insgesamt neun Arten. Davon werden vier Arten in VdZ-Zoos gezeigt.

D LC 650

Ellipsen- und Defassawasserbock

Kobus ellipsiprymnus
Engl.: The Common Waterbuck
Franz.: Le cobe à croissant
    
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Defassa-Wasserbock (Kobus e. defassa) im Zoo Berlin - Pressefoto Zoo Berlin
Die Bestände dieser Art gehen zwar zurück, aber die Gesamtpopulation ist immer noch groß. Außerdem befindet sich mehr als die Hälfte des Bestandes in Schutzgebieten. Deshalb wird der Ellipsenwasserbock gegenwärtig als nicht gefährdet angesehen (Rote Liste: LEAST CONCERN). Falls aber die Bestände weiterhin abnehmen, könnte die Art bald als potenziell gefährdet eingestuft werden.

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Defassa-Wasserbock-Weibchen (Kobus e. defassa) im Zoo Berlin © Klaus Rudloff, Berlin
Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt. Die Einfuhr aus den Ursprungsländern ist aber wegen der restriktiven Veterinärbestimmungen der EU so gut wie ausgeschlossen.

Verbreitung: West-, Zentral-, Ost- und Süd-Afrika südlich der Sahara.

Haltung in VdZ-Zoos: Kobus e. ellipsiprymnus: Berlin-Tierpark, Krefeld, Osnabrück
Kobus e. defassa: Berlin-Zoo, Hamm, Magdeburg, Münster

Besonderes: Wie der Name besagt, leben die bis zu 250 kg schweren Wasserböcke in der Nähe permanenter Wasserstellen. Sie fressen vorab Gras, namentlich Guineagräser (Panicum maximum und Panicum coloratum ). Starke Böcke sind territorial, tolerieren aber bisweilen männliche „Satelliten“. Die Weibchen bilden mit ihren Jungen Trupps, deren Streifgebiete sich über die Territorien mehrerer Böcke erstrecken. Junge Böcke leben in Junggesellenherden. Paarungen sind ganzjährig möglich. Nach einer Tragzeit von neun Monaten wird meist ein Junges geboren, seltener zwei.

Literatur:
MILLS, G & HES, L. (1999)
SPINAGE, C.A. (1986)

PD/SG - 20.03.2010; mehrfach aktualisiert

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Gelesen 3953 mal Letzte Änderung am Dienstag, 01 November 2016 15:21
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