Antilopen

Tiefland-Nyala

Nyalabock (Tragelaphus angasii) im Tierpark Hellabrunn Nyalabock (Tragelaphus angasii) im Tierpark Hellabrunn
© PD, VDZ

Ordnung: Paarzeher (Artiodactyla)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Echte Rinder (Bovinae),
früher Waldböcke (Tragelaphinae)

Zur Gattung Tragelaphus zählen sieben Arten, darunter eine stark und zwei potenziell gefährdete. In VdZ-Zoos werden fünf Arten gehalten.

Red list status least concern

Nyala, Tieflandnyala

Tragelaphus angasii
Engl.: The Nyala
Franz.: Le nyala
    
Nyalakuh mit Kalb im Zoo Berlin © PG, Berlin
Nyalakuh mit Kalb im Zoo Berlin © PG, Berlin
Mit einer stabilen Population von etwa 32'000 Tieren, die überwiegend in Schutzgebieten leben, ist die Art nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel fällt nicht mehr unter CITES. Die Einfuhr aus den Ursprungsländern ist aber wegen der restriktiven Veterinärbestimmungen der EU so gut wie ausgeschlossen.

Verbreitung: Südliches Afrika : Malawi, Mosambik, Südafrika (Limpopo, Mpumalanga, Kwazulu-Natal), Simbabwe. In 119-009-008-001 tragelaphus angasii map
Verbreitung des Tieflandnyala (Tragelaphus angasii)
Swasiland ausgerottet und wiederangesiedelt. Eingeführte Populationen in Botsuana und Namibia sowie in Teilen SNyalakitz (Tragelaphus angasii) im Tiergarten Schönbrunn © Jutta Kirchner
Nyalakitz (Tragelaphus angasii) im Tiergarten Schönbrunn © Jutta Kirchner
üdafrikas, wo die Art ursprünglich nicht heimisch war .

Haltung in VdZ-Zoos: Berlin-Zoo, Dresden, Gelsenkirchen, Hannover, Kronberg, Linz, München, Schmiding, Wien
           
Besonderes: In Südafrika haben Nyalas für Landbesitzer einen hohen Wert, da das Gehörn der Böcke als Trophäe sehr begehrt ist und dem Jagdgast zu einem Preis berechnet wird (ca. 3'000 ZAR = ca. 280 €), der höher als jener von Elenantilope, Kudu, Oryx oder Wasserbock ist. Nyalas wurden deshalb in für sie im Prinzip wenig geeigneten Habitaten im Kapland, der Kalahari oder im Buschveld angesiedelt. Da sie aber, im Gegensatz etwa zum laubfressenden Buschbock, sich nebst Laub auch von Gräsern und Früchten ernähren können, kommen sie damit zugange.

Doktor-, Diplom- und Examensarbeiten:
ENGELS, S. (2008)

Literatur:
MILLS, G & HES, L. (1999)

PD/SN - 03.02.2010

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Gelesen 2873 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 09 Juli 2015 12:42
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