Aus der Geschichte des VdZ

Die Zwischenkriegszeit (1918-1945)

1936 führte die Exkursion der Kölner IUDZG-Tagung zm 1932 eröffneten Aquarium Mülheim, damals eines der bedeutendsten Aquarienhäuser Europas , das 1943 vollständig zerstört wurde. 1936 führte die Exkursion der Kölner IUDZG-Tagung zm 1932 eröffneten Aquarium Mülheim, damals eines der bedeutendsten Aquarienhäuser Europas , das 1943 vollständig zerstört wurde.

HistVDZ-02 Konf 1922
Zoodirektorenkonferenz 1922 in Leipzig
In der Nachkriegszeit waren die internationalen Kontakte für deutsche Zodirektoren erschwert, die Teilnehmerschaft an den Konferenzen auf das Deutsche Reich reduziert. Auf unserem Bild der kleine Kreis der Teilnehmer der Konferenz 1922: Leipzig, Königsberg, Frankfurt, Halle, Wuppertal, Dresden, Köln, Berlin, Hamburg.Deshalb mehrten sich ab 1923 Stimmen, die eine Vereinigung in grösserem Rahmen forderten. Zunächst erklärten sich die Zoos von Wien und Basel zur Mitarbeit bereit. Wien richtete bereits 1926 seine erste Konferenz aus. In den folgenden Jahren kamen die Direktoren von Amsterdam, Antwerpen, Posen (Poznan) und Rotterdam hinzu.

In diesem erweiterten Rahmen traHistVDZ 1926 mitteleurop wien
Die VDZ-Tagung in Wien, 1926
f man sich 1927 erstmals in Rotterdam, wo der wichtige Beschluss gefasst wurde, die Zeitschrift Der Zoologische Garten wieder aufleben zu lassen.

Diese Zeitschrift war 1860 vom Zoo Frankfurt begründet worden und hatte von 1888-1910 den Untertitel "Organ der Zoologischen Gärten Deutschlands" getragen. Nach mehreren Umwandlungen wurde ihr Erscheinen 1925 eingestellt. Ab 1928 entstand sie als neue Zeitschriftenfolge unter dem ursprünglichen Titel "Der Zoologische Garten".

Auf dem nachstehenden  Bild von der Tagung 1928 in Breslau die - wiederum internationale - Teilnehmerschaft aus Leipzig, Breslau, Amsterdam, Posen, Wien, Königsberg, Halle, Dresden, Rotterdam, Basel, Frankfurt, Nürnberg, Berlin und Düsseldorf.HistVDZ mitteleurop Breslau 1928
Tagung des Mitteleuropäischen Verbandes, Breslau 1928

       
Als weitere Mitglieder folgten die Direktoren der Zoos von Kopenhagen und Warschau (1930) sowie von Budapest, Sofia und Stockholm (1932). Ab jetzt wurde über jede Jahrestagung ein Kurzbericht veröffentlicht. Man traf sich in Wuppertal-Elberfeld (1929), Leipzig (1930), München (1931), Berlin (1932), Frankfurt (1933), von wo aus man auch den im Bau befindlichen Tiergarten Heidelberg besichtigte, und 1934 in Kopenhagen. Tagungsthemen waren Tiererkrankungen und deren Behandlung, Bauen im Zoo, wirtschaftliche und organisatorische Angelegenheiten.

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Die letzte Tagung des Mitteleuropäischen Verbandes, kopenhagen 1934
Die Tagungen waren, wie auch heute noch, mit einer eingehenden Besichtigung des gastgebenden Zoos und einem gesellschaftlichen Rahmenprogramm verbunden. Auf unserem Bild der Kopenhagener Zoodirektor Reventlow mit seinen Gästen auf dem Zoorundgang. An der Jahrestagung 1935 in Basel wurde aus dem ursprünglich deutschen der Internationale Zoodirektorenverband (IUDZG), ein Vorläufer des Welt-Zoo-Verbandes WAZA. Der Frankfurter Zoodirektor Priemel wurde sein erster Präsident. An der nächsten Tagung in Köln war auch erstmals ein amerikanischer Kollege (Zoo Philadalphia) vertreten.

Damit waren die Tage von Deutsch als alleiniger Verbandssprache gezählt: Französisch und Englisch kamen dazu. Allerdings hielten bereits in Köln die reichsdeutschen Kollegen eine Sondersitzung ab, bei der innerdeutsche Fragen, namentlich des Naturschutzes, diskutiert wurden. Die dritte internationale Tagung fand 1937 in München statt und die kriegsbedingt vorerst letzte 1938 in Amsterdam. 1941 wurde ein Anlauf unternommen, einen "Reichsverband" zu gründen. Dazu kam es dann allerdings in der Folge nicht. 1946 lösten die Kollegen aus den neutralen und allierten Ländern in Rotterdam den alten internationalen Verband auf und gründeten ihn, unter Ausschluss der Deutschen, neu. 18.05.2015

Gelesen 3911 mal Letzte Änderung am Montag, 18 Mai 2015 13:53
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