Ostafrika (5)

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(3) Nördliche Trockensavannen und Grasländer

(3) Dornsavannen

(4) Savannen und Trockenwälder

(6) Äthiopisches Hochland und andere Gebirge Ostafrikas

(10) Gewässer und Feuchtgebiete

Ostafrika hat überwiegend ein tropisches Klima mit relativ geringen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Lange Trockenzeiten werden von Perioden mit unregelmäßigen Niederschlägen unterbrochen. In höheren Lagen, wie dem äthiopischen Hochland kann es vor allem nachts bitterkalt werden.

Ebenen mit nach Regenfällen rasch sprießenden Gräsern, Gebirgszüge, erloschene Vulkane, das Seen- und Fluss-System des Rifttals, der Lauf des Nils mit ausgedehnten Sumpfgebieten und die Küsten des Roten Meeres und des Indischen Ozeans tragen zur hohen Biodiversität der Region bei. Die Eastern Arc Mountains und die zwischen ihnen und dem Indischen Ozean liegenden Wälder sind ein Brennpunkt der Biodiversität. Auf einer Fläche nur so groß wie Belgien leben hier 4'000 Arten Gefäßpflanzen, wovon 1'400 endemische, und 1019 Wirbeltierarten (ohne Fische), wovon 121 endemische. In der Region befindet sich der Malawisee mit dem weltweit größten Artenreichtum an Fischen. Man geht davon aus dass es etwa 1'000 Arten sind, von denen über 90 % nur hier heimisch sind.
        
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Elfenbeinlager der tansanischen Naturschutzbehörde in Dar-es-Salaam. 2010 lagerten hier rund 90 Tonnen Rohelfenbein, das aufgefunden oder konfisziert wurde. Dies entspricht etwa 9'000 Elefanten © Peter Dollinger, VDZ
Zwar ist die Region recht gut mit Nationalparks und anderen Schutzgebieten bestückt, aber mangelnder praktischer Wildschutz hat dazu geführt, dass außer in Tansania die Elefantenbestände zusammengebrochen sind. Heute haben sie sich wieder ein wenig erholt. Es dürfte in der Region gegen 200'000 Tiere geben, über 80 % davon in Tansania, das sich effektiv um den Schutz bemüht. Im Lager der Naturschutzbehörde in Dar-es-Salaam hat sich so viel Elfenbein aus Konfiskationen und Hegeabschüssen angehäuft, dass ob der Last die Gestelle zusammengebrochen sind. Auch der Bestand des Spitzmaulnashorn wurde in der Region drastisch reduziert, heute gibt es noch 700 Tiere, und das Nördliche Breitmaulnashorn ist im Freiland vermutlich ganz ausgerottet.
        
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Die Außenbezirke der Stadt Nairobi haben die Grenzen des Nairobi-Nationalparks erreicht © Peter Dollinger, VDZ
Ein Bevölkerungswachstum von 2.5 bis 3 % pro Jahr führt dazu, dass der Lebensraum für die Wildtiere immer knapper wird. Wildtier:Mensch-Konflikte häufen sich, illegale Fleischjagd gibt es überall und neue Verkehrswege zerschneiden die Lebensräume der Tiere. Seit Bernhard GRZIMEKs Zeiten engagiert sich die Frankfurter Zoologische Gesellschaft namentlich in Tansania für den Naturschutz. Auch andere VDZ-Zoos beteiligen sich an Schutzprojekten in der Region, etwa für Somali-Wildesel, Grévyzebra oder Spitzmaulnashorn. VDZ-Zoos beteiligten sich auch an der EAZA-Nashornkampagne (2005/06), die u.a. rund 100'000 € für Nashorn-Schutzprojekte in Ostafrika generierte.

Typische Tiere in VDZ-Zoos: Grüne Meerkatze, Mantelpavian (Papio hamadryas), Dschelada (Theropithecus gelada), Guereza (Colobus guereza kikuyensis), Goldschakal,, Afrikanischer Wildhund, Löffelhund (Otocyon megalotis), HonigdachsZebramanguste, Zwergmanguste (Helogale parvula),  WeißschwanzmangusteTüpfelhyäne, StreifenhyäneGepardKarakal, ServalLöwe, Leopard, Erdferkel, Afrikanischer Elefant, Klippschliefer, Somali-Wildesel (Equus africanus), Grévyzebra (Equus gevyi), Grantzebra (Equus quagga boehmi), Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli), WarzenschweinFlusspferd, Giraffe, Okapi, Kaffernbüffel, Bongo, Elenantilope (Taurotragus oryx), Kleiner Kudu (Tragelaphus imberbis), Großer Kudu (Tragelaphus strepsiceros), Rotducker (Cephalophus natalensis), Pferdeantilope, Rappenantilope (Hippotragus niger), Weißbartgnu (Connochaetes taurinus albojubatus), Bergriedbock, Ellipsenwasserbock, Weißnacken-Moorantilope (Kobus megaceros), Kirk-Dikdik (Madoqua kirkii), Klippspringer,, Impala (Aepyceros melampus), Dorkasgazelle (Gazella dorcas), Schlichtborstenhörnchen (Xerus rutilus), Tüpfelgrasmaus (Lemniscomys striatus), Akazienratte (Thallomys paedulcus), Nacktmull (Heterocephalus glaber), Rote Elefantenspitzmaus (Elephantulus rufescens).

Massai-Strauß, Zwergtaucher, Rosapelikan, Rötelpelikan, Kormoran Graureiher, Goliathreiher, Kuhreiher, SeidenreiherKüstenreiher, Nachtreiher, Zwergdommel, Schuhschnabel, Hammerkopf, Weißstorch, Abdimstorch, Wollhalsstorch, Afrikanischer Marabu, Brauner Sichler, Heiliger Ibis, Löffler, Zwergflamingo (Phoeniconaias minor), Rosaflamingo (Phoenicopterus (ruber)roseus), Gelbbrustpfeifgans, Witwenpfeifgans, Nilgans, Blauflügelgans (Cyanochen cyanopterus), Sporngans, Glanzgans, Zwergglanzgans, Kapente, Rotschnabelente, Gelbschnabelente, Schreiseeadler, Bartgeier, Schmutzgeier, SperbergeierGaukler, Sekretär, Wanderfalke, Turmfalke, Gelbkehlfrankolin (Francolinus leucoscepus), Geierperlhuhn (Acryllium vulturinum), Helmperlhuhn, Grauhals-Kronenkranich (Balearica regulorum), Teichhuhn, Afrikanisches Blätterhühnchen, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Kaptriel, Krokodilwächter, Sandregenpfeifer, Langzehenkiebitz, Großer Brachvogel, Kampfläufer, Rotschenkel, Schwarzköpfchen (Agapornis personatus), Schwarzschnabelturako, Fischerturako, Weißhaubenturako, Seidenturako, Hartlaubturako, Weißwangenturako, Weißbauch-Lärmvogel,, Schleiereule, Weißgesichtseule, Kap-Uhu, MilchuhuBraunflügel-Mausvogel, BlaunackenmausvogelScharlachspint, Weißstirnspint, Strichelracke, Gabelracke, Wiedehopf, Steppenbaumhopf, Nördlicher Hornrabe, Trompeterhornvogel (Bycanistes bucinator), Rotschnabeltoko, GrautokoFlammenkopf-Bartvogel, Weißscheitelrötel, Tacazze-Nektarvogel, Kupfernektarvogel, Heuglin-Brillenvogel, Elsterwürger, WachtelastrildNapoleonweber, Textorweber, P. castaneiceps, Paradieswitwe, Glanzstare (Lamprotornis spp.). Purpur-Glanzstar,

Nilkrokodil, Spaltenschildkröte (Malacochersus tornieri), Pantherschildkröte (Geochelone pardalis), Siedleragame, Agamen (A. mwanzae), Afrikan. EierschlangeWeißlippen- Kobra, Puffotter, Afrikanischer Krallenfrosch, Schmuck-Flösselhecht, Senegal-Flösselhecht, Elefantenrüsselfisch,.

Literatur:
LUARD, N. (1985)
MITTERMEIER, R.A., MYERS, N. & GOETTSCH-MITTERMEIER, C. (1999)
Birdlife - Important Bird Areas Online-Daten
UNEP/WCMC Protected Areas Programme Online-Daten
WILLIAMS, J. G. (1981)

PD - 28.01.2011

 


 

Die nördliche Steppen und Trockensavannen erstrecken sich südlich der Sahara als etwa 200 bis 400 km breites Band vom Atlantik bis zum Roten Meer. In Ostafrika gibt es zusätzlich eine…
250-700 mm Niederschlag im Jahresmittel, Trockenzeit 8-10 Monate. Auf feinkörnigen, oft basischen Substraten Dornsavanne, auf grobkörnigen, häufig nährstoffarmen Substraten Dorngehölze, bei Überweidung dichter Dornbusch. Bäume mit schirmartiger Krone, Dornen und…
In Gebieten mit 1000-1500 mm Jahresniederschlag entwickelt sich eine Feuchtsavanne. Die Bäume stehen hier dichter als in der Trockensavanne und können sogenannten Trockenwald bilden, d.h. eine Waldformation bei der die…
(6.1) Äthiopisches Hochland (6.2) Vulkane am Rifttal (6.3) Die Eastern Arc-Berge   Äthiopisches Hochland Das Aethiopische (Abessinische) Hochland bedeckt den größten Teil Äthiopiens und Eritreas. Es besteht aus aus einer…
(11.1) Rifttalseen (11.1.1) Viktoriasee (11.1.2) Manyarasee-Nationalpark (11.1.3) Nakurusee-Nationalpark (11.2) Kraterseen (11.2.1) Momella Lakes und Lake Longil (11.3) Flüsse (11.3.1) Rufiji River (11.3.2) Grumeti River (11.4) Sümpfe         (11.4.1) Mabamba…
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