Nachhaltigkeit und Umweltschutz (18)

Der heutige Biodiversitätsverlust ist deshalb so massiv, weil der ökologische Fussabdruck der anwachsenden Erdbevölkerung immer größer wird. Der zunehmende Verschleiß von Energie und Materie droht durch seinen negativen Einfluss auf das Klima die Errungenschaften des Biodiversitätsschutzes zunichte zu machen.

Der Betrieb von Zoos mit Tieren aller Klimazonen, die ganzjährig für das Publikum geöffnet sind, ist sehr energieaufwändig. Ein größerer Zoo benötigt für seine Tierhäuser, Betriebsgebäude und Publikumseinrichtungen etwa gleich viel Strom, wie 250 Einfamilienhäuser. Um glaubwürdig für Arten- und Umweltschutz sowie nachhaltiges Leben zu werben, fordert daher die WELT-ZOO- UND AQUARIUM-NATURSCHUTZ-STRATEGIE von den Zoos, Anstrengungen zu unternehmen, um die von ihnen produzierten Kohlendioxid-Mengen - und damit ihre Mitverantwortung für den Klimawandel und die daraus resultierende Lebensraumzerstörung - zu minimieren.

Gerade im Alpenraum werden die Folgen des sich anbahnenden Klimawandels zunehmend manifest: Im Tessin bringen die ursprünglich eingeführten subtropischen Hanfpalmen die heimische Bergwaldvegetation zunehmend durcheinander. Die Ringdrossel verschiebt ihr Areal nach oben und die Amsel rückt nach. Die Gletscher schmelzen und im Gegenzug nehmen Wärme liebende Vogelarten, wie der Bienenfresser oder die Blaumerle im Bestand zu. Die VDZ-Zoos der Alpenregion machten deshalb Nachhaltigkeit und die Frage, wie die Zoos ihren ökologischen Fußabdruck in Richtung 2000-Watt Gesellschaft reduzieren können, zum Thema ihres Rigi-Symposiums 2012 (Verhandlungsbericht).

Themen

Informationen über Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung finden sich auch unter "Bildung und Forschung" in der Kategorie "Bildung".

Beispiele für Nachhaltigkeit aus VDZ-Zoos

 


 

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Die Zoos der deutschsprachigen Alpenregion organisieren in Abständen von zumeist zwei Jahren "Rigi-Symposien", an denen konzentriert ein bestimmtes Thema bearbeitet und nach wegweisenden Lösungen gesucht wid. Am 5. Rigi-Symposium, welches…
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rigi-Symposiums 2012 waren sich am Schluss einig, dass jeder Zoo verpflichtet ist, zur Verringerung seines ökologischen Fussabdrucks beizutragen. Energieverbrauch und CO2-Ausstoss der wichtigsten Quellen müssen…
Die Zoos von heute versuchen, durch Präsentation ihrer Tiere in naturnahen Szenarien ihre Gäste auf die Bedrohung der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen. Weit entfernte Lebensräume, z.B. in Afrika, Südamerika…
Namentlich bei Zoos, die nicht über große, zu klimatisierende Häuser verfügen und die außerhalb oder an der Peripherie großer Ballungszentren liegen, ist die Umweltbelastung durch den Betrieb selbst wesentlich geringer…
Der international angestrebte für das Klima "noch verträgliche" Kohlenstoffdioxid-Ausstoß liegt bei 2,5 Tonnen CO₂-eq pro Kopf und Jahr. In Deutschland verursacht aber jeder Einwohner durchschnittlich 11,1 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr!…
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Energieeffizienz bei Bau und Betrieb im Zoo Basel Bei Neubauprojekten wird auf Energieeffizienz geachtet. Als passive Maßnahmen werden hochwertige Dämmungen über die ganze Gebäudehülle verwendet (Richtwert Minergie) und wo möglich…
Moderne energieeffiziente Planung für den Zoo der Zukunft in Dresden Vortrag an Zookunft 2011Ingenieurbüro Döhler & Arbeitsgemeinschaft Freier ArchitektenStrategien und Objektbericht vom Prof.-Brandes-Haus im Zoo Dresden PDF
Bau und Betrieb einer nachhaltigen Zoogaststätte Im Natur-und Tierpark Goldau befindet sich derzeit eine neue Zoogaststätte, die "Grüne Gans", im Bau, bei der Nachhaltigkeit und Umweltschutz ganz groß geschrieben werden.…
17.04.2014 - Görlitz. Am 29. April 2014 fahren Dr. Sven Hammer, Direktor und Katrin Matthieu, Zoopädagogin des Naturschutz-Tierparks Görlitz nach Osnabrück, um für die Umsetzung ihres Projektes "Nachhaltige Landwirtschaft in…
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