Meere, Inseln, Antarktis (33)

Karte Ozeana 600

(1) Nordpolarmeer

(2) Atlantik

(2.1) Nordsee

(2.2) Ostsee

(2.3) Mittelmeer

(2.4) Karibik

(3) Indischer Ozean

(4) Pazifik

(5) Südpolarmeer und Antarktis

 

Dass Inselfaunen potenziell stärker gefährdet sind, als jene des Festlandes ist eine altbekannte Tatsache. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass die zur Verfügung stehenden Areale klein sind und das umgebende Meer eine unüberwindbare Barriere darstellt, andererseits damit, dass evolutive Anpassungen an das Inselleben (z.B. Riesenwuchs, Verlust der Flugfähigkeit, Verlust der Angst vor Feinden) dazu geführt haben, dass Arten rasch verschwanden, nachdem eine Insel vom Menschen besiedelt wurde. Dies trifft z.B. für die Moas Neuseelands, die Dronten von Mauritius und Réunion, die Rallen von Chathame, Wake, Tahiti, Ascension, Hawaii, Laysan, Samoa, Lord Howe und Mauritius, den Solitär, den Nachtreiher und den Steinkauz von Rodrigues oder die Elefantenvögel, Flusspferde, Riesenratten und Riesenlemuren von Madagaskar zu. (FULLER, E., 1987)

Trotz ihrer enormen Ausdehnung - Meere bedecken rund zwei Drittel der Erdoberfläche - sind marine Lebensräume zunehmend bedroht. Schätzungsweise 40 % der Weltmeere leiden mittelschwer bis schwer unter menschlichen Aktivitäten, entweder direkt, z.B. durch Überfischung oder Verschmutzung, oder indirekt, z.B. durch den Klimawandel. Die Nordsee, das Süd- und Ostchinesisches Meer, der Westatlantik vor Nordamerika, die Karibik, das Mittelmeer, das Rote Meer, der Arabische Golf, das Beringmeer und der Westpazifik rund um Japan gehören zu den am meisten betroffenen Regionen. Nur 4 % der Weltmeere sind noch einigermaßen intakt. Die Fläche der toten Zonen in Küstengewässern hat sich in den letzten 50 Jahren alle zehn Jahre verdoppelt, 2010 bedeckten sie eine Fläche von 245'000 km². Im Küstenbereich sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein Viertel der Salzwiesen und ungefähr je ein Drittel der Mangrovenwälder und der Seegraswiesen verloren gegangen. Diese Küstenökosysteme verschwinden 2-15 mal so schnell wie der tropische Regenwald (HINRICHSEN, D., 2011).

Dass die Antarktis von der globalen Erwärmung besonders betroffen ist, wird uns immer wieder klar, wenn sich eine größere Fläche vom Schelfei loslöst und davondriftet. Bislang hat die Antarktis rund 25'000 km² Schelffläche verloren, das entspricht beinahme der Fläche Belgiens (HINRICHSEN, D., 2011).

Auf diese Gefahren aufmerksam zu machen muss eine der Hauptaufgaben von Zoos und Schauaquarien sein.

PD - 11.09.2011


(1.0) Allgemeines(1.1) Spitzbergen / Svalbard Allgemeines Der umgangssprachlich Nordpolarmeer oder Nördliches Eismeer genannte Arktische Ozean wird hauptsächlich durch die Nordküsten Eurasiens, Nordamerikas, Islands und Grönlands begrenzt. Über die Beringstrasse ist…
Svalbard oder Spitzbergen ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe am Rande des Nordpolarmeers. Sie hat eine Fläche von etwa 61'000 km², ist also etwa doppelt so groß wie Belgien. Sie…
(2.0) Allgemeines (2.1) Nordatlantik(2.1.3) Kanarische Inseln (2.1.4) Kapverdische Inseln (2,2) Südatlantik     (2.2.1) Südostatlantik(2.2.1.1) Benguelastrom(2.2.2) Südwestatlantik      (2.2.2.1) Argentinisches Becken(2.2.3) Sankt Helena, Tristan und Ascension (2.2.4) Falklandinseln Allgemeines Der Atlantik…
Der Nordatlantik weist zwischen Norwegen und Grönland eine Breite von 1500 km, zwischen Senegal und dem Golf von Mexiko eine solche von 9000 km auf. Durch den Nordatlantischen Rücken wird…
 Der Kanarische Archipel liegt 115 bis ca. 500 km westlich der Küste von Südmarokko. Die sieben großen und sechs kleineren Inseln sowie einige unbewohnte Felsinseln sind vulkanischen Ursprungs und bedecken…
 Der Kapverden-Archipel liegt 450 km westlich von Senegals Küste. Die neun bewohnten und sechs unbewohnten Inseln vulkanischen Ursprungs bedecken eine Fläche von 4'033 km². Sie sind dem Passat ausgesetzt, der…
(2.2.1) Südostatlantik(2.2.1.1) Benguelastrom(2.2.2) Südwestatlantik      (2.2.2.1) Argentinisches Becken(2.2.3) Sankt Helena, Tristan und Ascension (2.2.4) Falklandinseln   Südostatlantik Im von der FAO als Südostatlantik definierten Fischfanggebiet werden der Benguelastrom und der…
Die vulkanischen Inseln St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha bilden mit ihren vorgelagerten kleineren Inseln ein Britisches Überseegebiet im Südost- bzw. im zentralen Südatlantik. St. Helena liegt im bis…
Die rund 400 km östlich des südamerikanischen Kontinents gelegenen, 1592 von englischen Seefahrern entdeckten Falklandinseln bestehen aus den beiden durch den Falklandsund getrennten Hauptinseln und rund 200 weiteren, viel kleineren…
(2.1.0) Allgemeines(2.1.1) Wattenmeer(2.1.2) Friesische Inseln (2.1.3) Helgoland Allgemeines Die Nordsee liegt auf dem europäischen Kontinentalschelf. Sie wird begrenzt durch Großbritannien, die Küste von Nordfrankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland, Jütland…
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