Tierhaltung (56)

Zoos setzen primär lebende Tiere ein, um ihre gesellschaftlichen Aufgaben in den Bereichen Artenschutz, Tierhaltung und Bildung zu erfüllen. Sie unterscheiden sich dadurch von allen anderen kulturellen Einrichtungen. Tierhaltung in Verbindung mit Bildung und Kommunikation ist daher die Kernkompetenz der Zoos. Und aus der Tier-Mensch-Begegnung ergibt sich ein Beitrag, den sie zur Erhaltung der Biodiversität leisten.
Um diesen Beitrag zu realisieren, halten VdZ-Mitgliederzoos ihre Tiere nach hohen wissenschaftlichen und tierschutzrelevanten Standards (VdZ-Positionspapier zur Tierhaltung). Sie befolgen zudem die Standards der Welt-Zoo- und Aquarien-Tierschutzstrategie (Download der deutschen Übersetungen: Vollständiger Text; Zusammenfassung).

Literatur:
DOLLINGER, P. (Hrsg., 2010)
HEDIGER, H. (1977)
SALZERT, W. (2010)

PD - 07.01.2013


Es gibt baumlebende, bodenlebende und semiaquatische Kleinraubtiere. Dementsprechend kommt bei der Haltung ein breites Spektrum an Gehegetypen zum Zug: oben offene mittels Zäunen, Mauern, Glasscheiben oder Gräben eingefriedete Gehege, Volieren,…
Die meisten Elefantenanlagen im deutschsprachigen Raum wurden in den letzten Jahren neu- oder umgebaut:1994: Allwetterzoo Münster: Neubau. 2010 Planung Erweiterung.1995: Zoo Wuppertal: Neubau1996: Tiergarten Schönbrunn: Wien, Neubau1997: Zoo Hannover: Neubau1999:…
Traditionell wurden Flusspferde und Nashörner zusammen mit Elefanten in sogenannten "Dickhäuterhäusern" gehalten, wobei der Anlass dafür, diese Tiergruppen zusammen zu legen, nicht ihre dicke Haut war, sondern die Tatsache dass…
Giraffen und Okapis werden zum Teil im selben Haus wie Antilopen gehalten, oft aber auch in separaten Gebäuden, wobei die Giraffen die Außenanlage häufig mit anderen afrikanischen Tieren teilen, d.h.…
Bei flachem Zoogelände Präsentation oft mehrerer Arten in benachbarten Gehegen an einem künstlichen Gebirge (Mufflonfelsen sowie Lama-und Gemsenberg in Berlin, "Wendnagelfluh" in Basel), bei steilem Gelände Haltung an Berghang. Wegen…
Obwohl ein satter Adler oder Geier kaum fliegt sondern oft tagelang herumsitzt, hat man den Taggreifen im Zoo in aller Regel größere Volieren zugestanden als den Eulen, die nachts jagen…
Stelzvogelwiesen und Wasservogelteiche gehörten mit zum Grundstock der Zoos des 19. Jahrhunderts. Sie waren zumeist mit "Briefmarkensammlungen" bestückt, d.h. einer Vielzahl von Arten in meist nur einem oder zwei Exemplaren,…
Polar-und Meerestiere, namentlich Tümmler und Eisbär, gehören zu den Lieblings-Kritikpunkten zoofeindlicher Organisationen. Dabei wird viel Unsinn erzählt und der Tatsache keine Rechnung getragen, dass z.B. im Falle des Eisbären seit…
In manchen Zoos gibt es Tropenhäuser, in denen der neotropische Regenwald thematisiert wird. Auf den sogenannten "Südamerika-Anlagen" werden dagegen zumeist Tiere der unterschiedlichsten Biome zusamengehalten, was teilweise der relativ geringen…
Die Zahl der australischen Tierarten, die in europäischen Zoos gezeigt wird, ist gering. Dementsprechend gibt es bestenfalls "Australien"-Ausstellungen, wobei nicht zwischen den verschiedenen Biomen unterschieden wird, was bei einer breiteren…
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