Husbandry and Pathology of Bearded Vultures in Swiss Zoos that Particepate in the Alpine Reintroduction Project.

European Association of Zoo and Wildlife Veterinarians (EAZWV), Third scientific meeting, May 31th - June 4th, 2000, PARIS, France:

Zusammenfassung:

Fünf schweizerische Tiergärten tragen in der einen oder anderen Weise zum Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen bei. Die Geier werden unter Bedingungen gehalten, die der schweizerischen Tierschutzgesetzgebung und den Empfehlungen der Fachkommission Artenschutz entsprechen. Während es in allen Zoos zur Eiablage und in vier Zoos zum Schlupf von Küken kam, konnte nur ein Zoo die Jungtiere erfolgreich aufziehen und Vögel zur Wiederansiedlung oder zur Zucht in
anderen Einrichtungen an das Projekt abgeben. Im weiteren enthält der Beitrag Informationen über Fütterung, Lebenserwartung und FortpflanFortpflanzungsbiologie sowie einen Überblick über die Sektionsbefunde bei Bartgeiern in schweizerischen Zoos.

Freigegeben in D
Montag, 21 März 2016 08:45

MARTYS, M. (1996)

Haltungserfolge  und  seltene  Nachzuchten.

Monticola 7: 275-277.

Einleitung:

Dank seiner thematischen Ausrichtung hat der Alpenzoo innsbruck seit jeher in der Vogelhaltung eigene Wege beschritten. Unter den zahlreichen Erfolgen in der Haltung und Zucht alpiner Vogelarten lassen sich nicht nur eine Reihe von weltweit erstmals in menschlicher Obhut geglückten Bruten verzeichnen, es hat auch zu einer Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen über verschiedene Aspekte der Verhaltensentwicklung bei Vögeln geführt. Die bemerkenswertesten Nachzuchtergebnisse aus den vergangenen 35 Jahren seit Gründung des Alpenzoos sollen nachfolgend kurz erörtert werden.

Ganzer Artikel

21.02.2016

Freigegeben in M

25.03. 2014 – Goldau. Der erste Jungvogel dieses Jahres im Natur und Tierpark Goldau ist ein kleines feines Flaumbällchen. Das Bartgeierküken erblickte am Freitag, 21. Februar, durch einen Spalt der schützenden Eierschale die ersten Sonnenstrahlen. Mit seinem Eizahn, einer kleinen, kantigen und harten Erhebung auf dem Schnabel hat das noch fast nackte Küken die dicke Eischale durchbrochen.

Das Bartgeier-Paar hat den nahenden Schlupf schon einen Tag vorher bemerkt, denn das Küken riss die Schalenhaut ein und gab piepsende Laute von sich. Vermutlich hiess das für die Eltern, das Ei nicht mehr dauernd zu wenden, denn das Drehen erschwert das Durchbrechen des Eis für das Jungtier. Der Weg ans Licht ist auch so Schwerarbeit.

Als das erste Loch aus dem Ei gebrochen war, brauchte das Küken erst einmal ein paar Stunden Ruhe und Erholung. Am Morgen des nächsten Tags ging es weiter: Vom ersten Loch aus sägte das Küken ringsherum ein Deckel der Eischale auf. Den ganzen Tag dauerte dieses kräfteraubende Unterfangen . Am Samstagabend war es soweit: Mit aller Kraft stemmte sich der junge Bartgeier gegen den Schalendeckel und drückte sich aus seinem Zuhause. Eine gewaltige Leistung für ein 150 Gramm leichtes Bartgeierküken. Nach diesem Kraftakt ruhte es sich wieder ein paar Stunden aus. Ans Fressen war noch nicht zu denken, denn das zerbrechliche Küken war nicht einmal im Stande, den Kopf zu heben. Das Eidotter gab dem jungen Vogel Nahrung für die nächsten Stunden. Am Sonntagnachmittag war das Flaumbällchen fit genug, um sich von seinen Eltern erste Fleischhäppchen zu erbetteln.

Behutsam steckten diese kleinste Stückchen in den zierlichen Schnabel. Von Tag zu Tag nimmt der kleine Bartgeier nun an Gewicht zu, und in den nächsten drei Monaten wird aus dem handgrossen Küken ein stattlicher Junggeier mit 2.5 Metern Spannweite und 5 Kilogramm Gewicht – ein wahrer König unserer Alpen. Das Küken ist der 200. Bartgeier, der im Rahmen des Wiederansiedelungsprojekts in die Natur entlassen werden kann.

Freigegeben in Archiv 2014
© Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. hyperworx