Freitag, 24 Juni 2016 11:47

Leitbild und Faktenblatt des VdZ

VdZ Leitbild: Download

VdZ Faktenblatt: Download

Bei Fragen können Sie gerne die VdZ Geschäftsstelle in Berlin-Mitte kontaktieren.

Freigegeben in Pressebereich
Freitag, 24 Juni 2016 10:51

Pressemitteilungen des VdZ

Im folgenden finden Sie Pressemitteilungen sowie Fotos zum Download. Diese können unter Angabe des Copyright „Verband der Zoologischen Gärten“ für ausschließlich redaktionelle Zwecke kostenfrei genutzt werden. Eine darüber hinaus gehende Verwendung ist ausgeschlossen.

Bei Fragen können Sie gerne die VdZ Geschäftsstelle in Berlin-Mitte kontaktieren.

Datum Titel   Fotos
07.04.2017

Tierischer Frühling: VdZ-Zoos starten in die Hauptsaison
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Neu im Zoo Duisburg: Tasmanische Beutelteufel. Copyright: Zoo Duisburg/P. Schröder

02.03.2017

Internationaler Tag des Artenschutzes: Zooverband weist auf Bedrohung des Lebensraums „Wald“ und seiner Bewohner hin
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Luchs im Zoo Karlsruhe. Copyright: Stadt Karlsruhe

24.02.2017

Welt-Eisbärentag: Deutschsprachige Zoos führend bei Eisbärenhaltung
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Der Berliner Eisbären-Junge „Fritz“ wurde im November 2016 im Tierpark geboren. Copyright: Tierpark Berlin

27.01.2017

Backhaus: Biodiversität in Zoos erhalten
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 Foto: v.li.n.re.: Dr. Till Backhaus (Umweltminister M-V), Udo Nagel (Zoo Rostock), Jürgen Güntherschulze (Haustierpark Lelkendorf), Christoph Langner (Zoo Stralsund), Volker Homes (VdZ) und Julia Kögler (VdZ).Haustierpark Lelkendorf), Christoph Langner (Zoo Stralsund), Volker Homes (VdZ) und Julia Kögler (VdZ).

25.01.2017

Der Verband der Zoologischen Gärten fordert Rechtssicherheit für die Umsetzung der EU Verordnung zu Invasivarten
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08.12.2016

Vom Aussterben bedroht: IUCN stuft Giraffen als „bedrohte Tierart“ ein
VdZ-Zoo koordiniert Zuchtprogramm zum Arterhalt
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Foto: Vom Aussterben bedrohte Giraffen: VdZ-Zoos tragen mit Zuchtprogrammen zum Erhalt des größten Landsäugetieres bei. Copyright: Opel-Zoo Kronberg

07.11.2016

Studie belegt: Säugetiere leben länger in Zoos
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Foto 1: Alle untersuchten Raubtierarten, wie beispielsweise Löwen, erreichten im Zoo eine höhere Lebensdauer. Copyright: Zoo Rostock/Kloock

Foto 2: Ältester Gorilla im Zoo Berlin ist der zweitälteste Gorilla der Welt. Copyright: Zoo Berlin

04.10.2016

Tiergerechte Haltung im Zoo: „Abwechslung ist das A & O“
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Foto 1:  Eine Gemeinschaftshaltung, wie hier von Gnus und Giraffen beim VdZ-Mitglied Opel-Zoo Kronberg, bietet allen Bewohnern Interaktions- und damit Beschäftigungsmöglichkeiten
(Copyright: Archiv Opel-Zoo) 

Foto 2: Im VdZ-Mitglied Zoo Heidelberg springt ein Tiger einen Baum hinauf, um an sein Futter zu gelangen (Copyright: Zoo Heidelberg / Susi Fischer)

26.09.2016

VdZ erfreut über Tierschutzpreis für Zoo Magdeburg
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Foto: Schimpanse im Zoo Magdeburg (Copyright: Zoo Magdeburg)
23.09.2016

VdZ und WAZA appellieren an CITES-Vertragsstaatenkonferenz
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Foto 1:  Leistenkrokodil in der Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart. (Copyright: Wilhelma - Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart)

Foto 2: Chinesische Krokodilschwanzechse. (Copyright: Philipp Schroeder)
06.09.2016

Neuauflage der Internationalen Roten Liste veröffentlicht - Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) unterstreicht die wichtige Funktion von Zoos beim Erhalt bedrohter Tierarten
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Foto 1: Jörg Junhold (Zoo Leipzig) trifft Vorsitzenden der IUCN SSC, Simon Steward
Foto 2: Zoos berichten auf IUCN Weltkongress über ihre Artenschutzarbeit
31.08.2016 EU Politiker bejubelt Straftat - Verband der Zoologischen Gärten äußert sich empört
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29.08.2016 Zoos ermöglichen auch daheimgebliebenen Familien tierische Ferienerlebnisse - VdZ-Zoos zufrieden mit Sommersaison
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Foto 1: Ein asiatischer Elefant badet im Tierpark Hagenbeck. (Copyright: Tierpark Hagenbeck)

Foto 2: Zoos bieten lehrreiche Tiererlebnisse für die ganze Familie. (Copyright VdZ/Julia Kögler)
12.08.2016 Welt-Elefantentag: bejagt, bedroht, beliebt - Dickhäuterhaltung in Zoos im Wandel der Zeit
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Foto 1: Historische Elefantenhaltung im Tierpark Hagenbeck: Asiatische Elefanten zusammen mit Afrikanischen Savannenelefanten und einem Afrikanischem Waldelefant. (Copyright: Tierpark Hagenbeck)
Foto 2: Badespaß in Hagenbecks Tierpark: Abwechslungsreiche Beschäftigung ist wichtig für tiergerechte Elefantenhaltung. (Copyright: Tierpark Hagenbeck)
28.07.2016 Tierisches Engagement zum Internationalen Tag der Freundschaft: GDZ vertritt 70.000 Zoofreunde
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GDZ-Präsident Bruno Hensel mit einer Elefantendame im Grünen Zoo Wuppertal (Copyright: GDZ e.V.)
15.07.2016 Erste EU-Verbotsliste zu invasiven Arten veröffentlicht / VdZ kritisiert das angestrebte Haltungsverbot für Zoologische Gärten
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Auch Waschbären fallen unter die EU-Verbotsliste (Copyright: Linda Dommes)
29.06.2016 Urlaubszeit ist Zoo-Zeit! - VdZ Zoos bieten spannende Aktionen in den Sommerferien
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Foto 1: Spannende Augenblicke versprechen die Sommerferien-Aktionen der VdZ-Mitgliederzoos. (Copyright: Jana Mironowitz)
Foto 2: Bei den Sommerferienprogrammen der VdZ-Zoos erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über Tier- und Artenschutz. (Copyright: Jana Mironowitz)
21.06.2016     Welt-Giraffen-Tag: Goethe Universität Frankfurt und VdZ-Zoos erforschen Schlafverhalten der sanften Riesen
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27.05.2016 Jahrestagung des Verbandes der Zoologischen Gärten: Urbanisierung und Digitalisierung stärken Relevanz der Zoos
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03.03.2016 World Wildlife Day: VdZ-Zoos begeistern Besucher für Artenschutz
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22.01.2016 Backhaus auf der Internationalen Grünen Woche: Zoos haben einen festen Platz in unserer Gesellschaft
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Freitag, 24 Juni 2016 10:07

Statements und Positionspapiere des VdZ

Im folgenden finden Sie eine Auswahl aktueller VdZ Statements und Positionspapiere.

Bei Fragen können Sie gerne die VdZ Geschäftsstelle in Berlin-Mitte kontaktieren.

Datum Titel                                                         Download  
Februar 2017 Zur EU-Invasivarten-Verordnung .pdf
Januar 2017 Zur Tierhaltung in VdZ-Mitgliederzoos .pdf
November 2016 Hintergrundinformation zur Einschränkung des Fliegens einiger weniger Vogelarten in Zoos .pdf
30.05.2016     Zum Gorilla Unfall im Zoo Cincinnati, USA                               .pdf
04.01.2016 zum Tod des Delfinjungtieres im Zoo Duisburg .pdf
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Montag, 12 Januar 2015 08:29

Königspinguin

Unterstützung des Antarctic Research Trust

Zoo Zürich

Der Antarctic Research Trust (ART)ist eine eingetragene Stiftung mit Sitz auf den Falkland Inseln (seit 1999), in der Schweiz (seit 2002) und in den USA (seit 2004). Das Ziel der Stiftung ist es, wissenschaftliche Forschung an antarktischen und subantarktischen Tieren durchzuführen bzw. zu unterstützen, um diese Tiere und ihren Lebensraum besser schützen zu können.

ART führt Forschungsprojekte an Königspinguinen, Südliche Felsenpinguinen, Magellanpinguinen, Humboldtpinguinen und Eselspinguinen sowie an Albatrossen durch. Ferner hat der ART im Jahre 2004 vier kleine Inseln im Süden der Falkland Inseln erworben: Rum (7 ha), Brandy (25 hy), Whisky (13 ha) and Sea Lion Easterly (85 ha).  Diese Inseln wurden in der Vergangenheit weder bewohnt noch wurden fremde Tier- und Pflanzenarten eingeführt. Daher stellen diese unberührten Inseln ein Rückzugsgebiet für die ursprüngliche Flora und Fauna dar, darunter einer ganzen Reihe von endemischen und in ihrem Bestand bedrohten Arten. Im Jahre 2006 wurden die Inseln zudem von BirdLife International als “Important Bird Area” ausgewiesen*. Der ART hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Inseln und ihre Bewohner auch in Zukunft vor jeglicher Nutzung zu schützen.

Der Zoo Zürich ist der schweizerische Sitz des Antarctic Reserach Trust (ART). Aus dem Naturschutzfonds finanziert der Zoo eine Patenschaft für den Königspinguin „King Georg“ der im Dezember 2007 auf South Georgia mit einem Satellitensender ausgerüstet wurde. Speziell entwickelte, am Gefieder der eben flügge gewordenen Königspinguine befestigte GPS-Aufzeichnungsgeräte ermöglichen es, das Wanderverhalten ader Jungvögel aufzuzeichnen. Die neu gewonnen Daten sind wichtig, um das Verhalten der Königspinguine zu erforschen und künftige Schutzzonen auszuweisen.

Pressemitteilungen - Archiv 2014:

Schwimmverhalten junger Königspinguine entschlüsselt

Internetquellen:

http://www.antarctic-research.de/
http://www.zoo.ch/xml_1/internet/de/application/d1/d1971/f1542.cfm

29.07.2014 - Darmstadt. Nach der Eröffnung des neuen Hauses für südamerikanische Affen im April dieses Jahres wurde jetzt das Außengehe für die Bolivianischen Totenkopfaffen fertiggestellt. Verschiedene Bäume und Seile bieten den Tieren Kletter- und Versteckmöglichkeiten.

Die 11-köpfige Affengruppe ist ab sofort in der ca. 850 Quadratmeter großen Anlage zu sehen. Zoo-Gäste können die Tiere bequem von Sitzmöglichkeiten außerhalb der Anlage beobachten. Die Eingangs- und Ausgangsschleuse zum Gehege ist auch für Menschen mit Handicap, die etwa auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind, benutzbar.  Sobald die Totenkopfaffen sich eingewöhnt haben, wird das begehbare Außengehege für Besucherinnen und Besucher in Begleitung eines Tierpflegers zugänglich sein und für intensive Tier-Beobachtungen sorgen. Der Zoo Vivarium wird die genauen Termine mitteilen.  

Mit den bolivianischen Affen beteiligt sich der Zoo Vivarium Darmstadt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und hat in den letzten Jahren die Zoopopulation dieser Art mit zahlreichen Nachzuchten erweitert, die an andere Zoos gingen. Als Bewohner der Baumkronen im südamerikanischen Regenwald fühlen sich die Affen im zweistöckigen Bau mit dem hohen Innengehege und der großzügigen Außenanlage besonders wohl.  In dem 170 Quadratmeter großen „Dr. Maria Börsig Haus“ leben neben den Bolivianischen Totenkopfaffen noch die Zwergseidenäffchen. Hinzukommen wird in allernächster Zeit eine weitere Krallenaffen-Art.

Freigegeben in Archiv 2014

29.07.2014 - Bremerhaven. Die NORDSEE Holding GmbH ist seit September 2013 Hauptsponsor des neuen Nordsee-Aquariums im Zoo am Meer Bremerhaven und veranstaltete in diesem Jahr zum ersten Mal den NORDSEE Tag. Über 1.500 Besucherinnen und Besucher kamen und erlebten die Nordsee neu.

An verschiedenen Stationen erlebten kleine und große Forscher durch Experimente und Rätsel die tierischen Facetten des Meeres vor unserer Haustür. 10 Stationen führten durch den Zoo, an denen spielerisch erfahren und erlebt werden konnte, was alles in der Nordsee passiert oder was jeder tun kann, um die Nordsee und ihre Bewohner zu schützen. Welche Fisch-Arten darf man essen? Keine, die immer weniger werden und daher geschützt sind! In Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut wurde über Mikroplastik informiert und jeder konnte sehen, wie viel Plastik z.B. im Shampoo (!) und in der Zahnpasta (!) verarbeitet ist und was mit Plastik passiert, das am Strand liegt. Kinder durften in einem Aquarium Fische fangen, durften aber keinen Beifang an Land ziehen. An der Station, die die Firma IMARE GmbH betreute, konnten die Kinder Wasser reinigen, wie es bei Aquakulturen notwendig ist. „Nebenbei“ stellten sie ihr Projekt vor, wie sich die japanische Flunder in der Aquakultur hält.

Neben den großen Nordseetieren im neuen Nordsee-Aquarium konnten die Kinder viele kleine, kaum sichtbare Tiere und Pflanzen aus der Nordsee unter dem Mikroskop betrachten und sich die Frage beantworten, wie viele Beine denn eine Garnele hat.

XXL-Tiermemory, tierische Tischsets gestalten, Kinderschminken und „Tierfiguren-Luftballons“ rundeten die spielerisch verpackten Themen rund um die Nordsee und ihre Bewohner ab. Am Ende erwartete die Meeresforscher auch noch eine kleine Überraschung!

Freigegeben in Archiv 2014

Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Nr: 150/14

23. Juli 2014 - München. Huber und Söder: Bionicum ist Highlight für Natur und Technologie in Bayern / Über 7 Millionen Euro für innova-tive Umweltbildung und Forschung Bayern ist Vorreiter in einem Wissenschafts- und Technologiefeld mit herausragendem Innovationspotential: Der Bionik.

Bei der Eröffnung des bayernweit einzigartigen Besucherzentrums Bionicum im Nürnberger Tiergarten betonten der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber und der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder: "Die Natur ist ein großartiger Berater. Mit Bionik können wir die jahrmillionenalten Vorbilder der Natur für Technologien der Zukunft nutzen. Die potentiellen Anwendungsgebiete sind praktisch unbegrenzt und bieten große Chancen bei der Lösung vielfältiger Herausforderungen. Mit dem Bionicum wollen wir die Menschen für die Artenvielfalt begeistern und das Interesse an der wissenschaftlich-technischen Erforschung wecken."

Auf rund 350 m² wurde dazu im Naturkundehaus des Nürnberger Tiergartens eine Ausstellung mit hochmodernen und interaktiven Elementen eingerichtet, die sich mit den Geheimnissen der Tier- und Pflanzenwelt und deren Nutzung für technische Entwicklungen beschäftigt. Beispielweise wird Perlmutt als bionischer Baustoff der Zukunft präsentiert. Das Material, das Muscheln für den Bau ihrer Schalen verwenden, ist bis zu achtmal stabiler als Stahlbeton und lange haltbar. Brücken aus Stahlbeton müssen in regelmäßigen Zeitabständen saniert werden, weil Teile der Bausubstanz brüchig werden und der Stahl rostet. Perlmutt dagegen zeigt unter den gleichen Bedingungen und im gleichen Zeitraum keine Verschleißerscheinungen. Gleichzeitig ist der Einsatz von Perlmutt in der Bauindustrie ein wertvoller Beitrag für Ressourceneffizienz. Insgesamt umfasst die Ausstellung des Besucherzentrums acht große Themenbereiche.

Speziell für Kinder gibt es eigene Durchgänge und Höhlen für eine bionische Entdeckungsreise zum Anfassen. Hier werden selbstschärfende Zähne von Tieren veranschaulicht. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Bionik-Lehrpfad im Tiergarten, der das Thema beispielhaft an den im Zoo vorkommenden Tieren und Pflanzen erklärt. Besucher erfahren so, welche Tiere bereits Vorbild für technische Erfindungen waren, beispielsweise Delphine für das Echolot oder Giraffen für die Leichtbauweise des Eiffelturms. Ausstellung und Lehrpfad stehen den Tiergartenbesuchern ohne zusätzliche Eintrittsgebühr offen. Huber: "Das Besucherzentrum im Tiergarten Nürnberg ist ein weiterer Mosaikstein im bayerischen Umweltbildungsnetzwerk und zeigt eindrücklich, dass sich Artenschutz und wirtschaftliche Innovationen sinnvoll ergänzen. Die Bewahrung der Artenvielfalt bekommt vor diesem Hintergrund ganz neue Bedeutung."

Projektträger des Bionicum ist das Bayerische Landesamt für Umwelt. Im Zuge der Maßnahmen wurde das denkmalgeschützte Naturkundehaus im Tiergarten an die heutigen energetischen Anforderungen angepasst und eine barrierefreie Nutzung sichergestellt. Insgesamt vier Millionen Euro wurden für Ausbau und Ausstellung vom Bayerischen Umweltministerium eingesetzt.

Neue Luchsanlage im Tiergarten

29.07.2014 – Nürnberg. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat die ehemalige Wolfsanlage umgebaut und mit drei Luchsweibchen aus dem Wildpark Pforzheim besetzt. Damit hat der Zoo erstmals seit knapp elf Jahren wieder Vertreter dieser heimischen Raubkatzen im Bestand. Das neue Gehege umfasst eine Fläche von 1.850 Quadratmetern, es ist reich strukturiert und bewaldet. Die große, mit dem Umbau verbundene Neuheit der Anlage ist eine Aussichtskanzel im oberen Bereich.

Die Projektkosten für den Bau der neuen Luchsanlage belaufen sich insgesamt auf etwa 95.000 Euro. Mit knapp 30.000 Euro unterstützten die Mitglieder des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V., darunter auch Tierpaten, das Projekt. Dr. Lorenzo von Fersen, 2. Vorsitzender des Vereins, begrüßt die Rückkehr der Luchse in den Tiergarten: „Da Luchse entgegen aller Hoffnungen in Bayern nach wie vor extrem bedroht sind und illegal getötet werden, lag es nahe, sich erneut für den Erhalt des Luchses einzusetzen und das Millionenpublikum des Tiergartens für diese Tierart zu begeistern.“ Für dieses Anliegen erhielt der Tiergarten auch eine Spende der Nürnberger Heinrich-Gröschel-Stiftung in Höhe von 8.000 Euro und die in Nürnberg ansässige Firma Electrolux Hausgeräte GmbH übernahm eine Tierpatenschaft über 3.500 Euro. "Wir freuen uns den Tiergarten Nürnberg mit unserer Tierpatenschaft unterstützen zu können“, so Nadya Bayer von den AEG Hausgeräten (Elektrolux). „Für Natur und Umweltschutz setzen wir uns immer gerne ein – vor allem natürlich in unserer Heimat.“

Der Wildpark Pforzheim hielt auf einer großen Anlage insgesamt sechs Tiere, ein Männchen und fünf Weibchen, in einer Gruppe. Eine solch große Gruppe hat den Vorteil, dass die Besucher auch sehr gute Chancen haben, die Tiere in einem weitläufigen Gehege zu sehen. Die Katzen, die in der Gruppe aufgewachsen sind, vertragen sich untereinander gut. Eine solche Gruppe soll perspektivisch auch in Nürnberg etabliert werden. Die drei Luchsweibchen, zwei sterilisierte und eine nicht sterilisierte Katze, werden in den nächsten Jahren noch durch einen Kater ergänzt. 

Der Nürnberger Tiergarten hat in der Vergangenheit schon viele Luchse gehalten. Die letzte Gruppe wurde mit einem Paar aus den Karpaten aufgebaut, das 1980 in der Ostslowakei geboren wurde und über den tschechischen Zoo Dvůr Králové am 9. Dezember 1982 nach Nürnberg kam. Insgesamt zog es neun Jungtiere auf, zwei davon wurden 1993 im Kampinoski-Nationalpark in Polen ausgewildert. Der Kater erreichte ein Alter von 19 Jahren, das Weibchen starb am 4. November 2003 mit einem für Katzen außergewöhnlichen Alter von gut 23 Jahren. Die damalige Haltung in den beiden „Papageienvolieren“ gegenüber dem Raubtierhaus war jedoch ein Auslaufmodell.

Aktuell leben in Bayern 15 bis 20 adulte Luchse im Bayerischen und Oberpfälzer Wald. Die Nachweise weiter nördlich beziehungsweise westlich konnten seit Jahren nicht mehr bestätigt werden. Anders in der südlichen Oberpfalz oder in Niedersachsen. Im Harz wurden in den Jahren von 2000 bis 2006 insgesamt 24 Luchse ausgewildert. Nun steigt dort der Bestand leicht an und einzelne Tiere in Nord-Hessen sind vermutlich von dort her eingewandert. Wenn wir den Luchs akzeptieren, kann er also durchaus überleben und für solch eine klare Akzeptanz engagiert sich der Tiergarten.

Freigegeben in Archiv 2014
Dienstag, 12 August 2014 13:46

Affengeburten

Goldkopflöwenäffchen in Wuppertal

23.07.2014 – Wuppertal. Am 30.Juni wurden im Zoo Wuppertal  erneut Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen geboren wurden. Über sieben Jahre musste der Zoo auf Jungtiere bei dieser hoch bedrohten Affenart aus Brasilien warten, und nun gab es dieses Jahr schon zum zweiten Mal Nachwuchs. Zusammen mit den älteren Geschwistern ist eine quirlige Familiengruppe entstanden, die besonders für die Besucher immer etwas zu bieten hat. Die Aufzucht ist bei den Löwenäffchen nämlich Familiensache. Man kann sich nie sicher sein, wer die Kleinen grade trägt, dass erledigen nämlich alle Familienmitglieder. Alle Löwenäffchen kommen ausschließlich im südöstlichen Regenwald Brasiliens vor. Die Lebensraumzerstörung sowie die illegale Jagd sind die Hauptgründe warum die Goldkopflöwenäffchen vom Aussterben bedroht sind.

 


 

Totenkopfaffen in Basel

09.07.2014 – Basel. Die Totenkopfäffchen-Gruppe im Zoo Basel ist in den letzten Monaten mit sieben Weibchen und zwei Männchen bereichert worden. Der Basler Zucht-Mann und vier seiner Söhne verliessen den Zoo Basel. Im Juni kamen gleich fünf Junge zur Welt. Mit den Neubesetzungen wird sichergestellt, dass die Gruppe für gesunde Nachkommen sorgt. Neu koordiniert der Zoo Basel das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Schwarzköpfigen Totenkopfäffchen.

Die Totenkopfäffchen im Zoo Basel hatten in den letzten Monaten eine aufregende Zeit. Die sechs Basler Weibchen mussten sich mit sieben neuen Kolleginnen aus Osnabrück zusammenraufen und das altbekannte Zuchtmännchen „Luis“ (17) reiste im April in die Niederlande. Vor seiner Abreise hatte er noch für Nachwuchs gesorgt: Anfang Juni kamen fünf Junge zur Welt, zwei davon „Luis‘“ Kinder. Ende Juni verließen vier seiner Söhne (zwischen drei und vier Jahre alt) Basel in Richtung Israel, im Gegenzug kamen zwei neue Männchen aus Israel nach Basel.

Frauen haben das Sagen

Die Basler Totenkopfäffchen-Gruppe besteht zurzeit aus zwei Weibchen-Untergruppen. Bei den Totenkopfäffchen geben die Frauen den Ton an. Sie bleiben in ihrer Geburtsgruppe, haben untereinander enge Beziehungen und ziehen gemeinsam umher. Geschlechtsreife Männchen werden aus der Gruppe gejagt und folgen den Weibchen nach. Während der Paarungszeit verdoppelt eines der Männchen das Gewicht, wird dominant und lebt für ein bis zwei Monate mit den Weibchen zusammen.

Super Mütter und Babysitter

Totenkopfäffchen-Mütter ziehen die Jungen ohne den Vater gross. Die Mütter helfen sich aber gegenseitig. Auch in der Basler Gruppe teilen sich dieses Jahr zwei Weibchen ihre Aufgabe. Die beiden Jungen sitzen häufig zusammen auf dem Rücken einer Mutter. Dieses Babysitter Verhalten kann man nur innerhalb der Untergruppen sehen – Weibchen, die sich nicht gut kennen, vertrauen sich ihren Nachwuchs nicht an.

Zoo Basel führt das Erhaltungszuchtprogramm

Seit 2014 koordiniert der Zoo Basel das Erhaltungszucht Programm (EEP) der Schwarzköpfigen Totenkopfäffchen. In diesem Programm sind gut 800 Tiere aus Europa und Australien/Neuseeland aufgeführt. Der Zoo Basel übernimmt damit die Aufgabe, die Verantwortung die Zoo-Population genetisch gesund zu halten. Die Hauptaufgabe besteht darin, Zucht-Männchen auszusuchen und zu platzieren. Da pro Gruppe in den Zoos jeweils nur ein erwachsener Mann gehalten werden kann, hält etwa ein Viertel der Halter reine Männergruppen.

 


 

Erneut Braunkopf-Klammeraffennachwuchs im Zoo Landau in der Pfalz

28.07.2014 – Landau /Pfalz. Natürlich freut man sich im Zoo Landau über jedes gesunde Jungtier. Besonders erfreulich ist ein Zuchterfolg aber zudem, wenn es sich um eine in der Wildbahn bedrohte Tierart handelt, deren langfristiges Überleben unter Umständen in den Händen moderner zoologischer Gärten liegt. So könnte es im Fall des jüngsten Nachwuchses im Zoo Landau, bei einem südamerikanischen Braunkopf-Klammeraffen (Ateles fusciceps robustus), der am 24. Juli zur Welt gekommen ist der Fall sein. Diese Art ist in ihrem natürlich Verbreitungsgebiet in Kolumbien und Panama massiv durch die Vernichtung ihres Lebensraums, des Regenwaldes, und durch Bejagung durch den Menschen bedroht.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat einen Rückgang des natürlichen Lebensraums um über 30% allein in den letzten 10 Jahren festgestellt, die Populationszahlen haben in den letzten 45 Jahren um 80% abgenommen. Diese Zahlen sind alarmierend, was die Einstufung auf der Roten Liste in der höchsten Gefährdungskategorie „Critically Endangered“ (vom Aussterben bedroht) rechtfertigt. Seit dem Jahr 1995 besteht ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Braunkopf-Klammeraffen. In solchen Zuchtprogrammen, die die Europäische Zoo- und Aquarienvereinigung, EAZA ins Leben gerufen hat, werden die Zuchtbemühungen in den europäischen Zoos koordiniert, um Inzucht zu vermeiden und langfristig eine gesunde und genetisch vielfältige Zoopopulation zu erhalten. „Denn wenn der Raubbau an unserer Natur so weitergeht, werden Zoos für viele Tierarten, zumindest vorübergehend, die letzten sicheren Lebensräume sein“, sagt Landaus Zoodirektor, Dr. Jens-Ove Heckel. Das weibliche Jungtier des Zoo Landau, das fest an Mutters Bauch geklammert die Zoobesucher mit großen Augen anschaut, trägt, wie alle Zootiere, auch die Botschaft über die Bedrohung seiner Artgenossen in der Wildbahn an uns Menschen heran.

 


 

Nachwuchs in der Dresdener Mandrill-Gruppe

25.07.2014 – Dresden.  Am vergangenen Sonntag (20. Juli) konnte in der Dresdener Mandrill-Gruppe ein neuer Zuwachs begrüßt werden. Das 10-jährige Weibchen Ikela brachte nach einer Tragzeit von einem halben Jahr ihre erste Tochter zur Welt. In den Jahren zuvor hatte sie bereits dreimal für männlichen Nachwuchs gesorgt. Die zwei jüngsten Söhne, geboren 2011 und 2013 leben noch zusammen mit den Eltern in der Gruppe. Das kleine Weibchen hängt eng am Bauch von Mutter Ikela und wird regelmäßig mit Muttermilch versorgt. Mandrill-Jungtiere werden bis zu einem dreiviertel Jahr gesäugt, nehmen aber bereits mit etwa eineinhalb Monaten auch feste Kost zu sich.

In der Dresdner Mandrill-Gruppe leben ein Mandrill-Mann, drei erwachsene Weibchen und nun drei Jungtiere.

Die ursprüngliche Heimat der von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuften Mandrills sind die tropischen Regenwälder Zentralafrikas und sie sind mit Ausnahme der Menschenaffen die schwersten Primaten der Welt.

Freigegeben in Archiv 2014

21.07.2014 - Rostock. Der Rostocker Zoo zieht einen Neuguinea-Kurzschnabeligel mit der Hand auf, nachdem seine Mutter verstorben ist. Sowohl der Nachwuchs in einem Zoo selbst als auch die Aufzucht ohne das Muttertier sind weltweit extrem selten.

Der Schnabeligel ist ein Überlebender der Evolution und hat mit dem herkömmlichen Igel nichts zu tun. Als die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren ausstarben, brach die große Zeit der Säugetiere an. Aus rattengroßen Ursäugern gingen tausende, gut anpassungsfähige Arten hervor, die durch neue anatomische Eigenschaften viele Lebensräume der Erde besiedelten. Als sehr ursprüngliche Säugetiere, die sowohl Merkmale von Reptilien als auch von Säugetieren aufweisen, sind die Schnabeligel anzusehen. Schnabeligel sind neben den Schnabeltieren die einzigen eierlegenden Säugetiere.

Zeitzeuge der Evolution

Mit der Eröffnung im September 2012 zog ein Paar Kurzschnabeligel aus dem Terrarium Prag in die Themenkoje 8 („Erfolgsmodell Säuger“) im DARWINEUM, die sich dem Evolutionszeitalter des Tertiär und Quartär widmet. Der Schnabeligel ist ein Vertreter der Ursäuger, der den Zwischenschritt in der Evolution nicht ganz abgeschlossen hat. Er legt zwar Eier, ist aber weder Reptil noch Vogel. Er säugt seine Nachkommen, hat aber keine Zitzen. Die lebendigen Zeitzeugen der Evolution leben im DARWINEUM in einem ihrem natürlichen Lebensraum nachempfundenen Gehege. Ein künstlich angelegter Termitenhügel beherbergt eingelassene Futterbereiche für Brei, der unter anderem aus Rinderfilet, Ei, Öl und Vitamin-Mineralstoffzusätzen besteht. Das Zuhause der Schnabeligel bleibt stets im Dunkeln, weil sie nachtaktive Tiere sind und sich sonst kaum zeigen würden.

In Zoos gibt es insgesamt noch sehr wenige Erfahrungen mit Schnabeligeln und noch weniger mit ihrem Fortpflanzungsverhalten. Da in den wenigen Einrichtungen zumeist Tiere mit unbekanntem Geschlecht gehalten werden, kommt es nur sehr selten zu Verpaarungen. Noch seltener wird ein Jungtier
aufgezogen. Im Zoo Saarbrücken gelang 1995 vermutlich die erste erfolgreiche natürliche Aufzucht dieser Tiere in Europa. Insgesamt leben laut Zuchtprogramm der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) in Europa nur 20 Schnabeligel, die drei verschiedenen Unterarten angehören. Die Rostocker Tiere gehören zur Unterart der Neuguinea-Schnabeligel (Tachyglossus aculeatus lawesii), von der 13 Tiere in Berlin, Budapest, Plzen, Prag und in der Hansestadt gehalten werden. Bei dieser Unterart ist noch kein Zuchterfolg bekannt.

Überraschung zum Jahreswechsel

„Bei einer Routinekontrolle am 4. Januar 2014 haben die Tierpfleger in der Bauchfalte des weibchens das pergamentartige Ei ertastet“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Um die Aufzucht nicht zu gefährden, wurde der Vater in ein Gehege hinter die Kulissen gesetzt. Im Schnellverfahren haben die Zoo-Tischler eine Aufzuchtbox nach australischem Vorbild angefertigt. Erst am 3. Februar haben wir uns getraut, vorsichtig eine Beutelkontrolle bei der Mutter durchzuführen.

Die Freude war riesig, als wir ein winzig kleines rosafarbenes Jungtier entdeckten. Es hatte zu dem Zeitpunkt ungefähr eine Größe von 20 Millimetern. Die erste Gewichtskontrolle fand am 21. März statt, da brachte das Kleine schon ein Gewicht von 177 Gramm auf die Waage, am 16. April dann 285 Gramm. Absolute Ruhe war das oberste Gebot, da der Mutter schon geringe Abweichungen vom normalen Alltag Stress bereiteten und den Nachwuchs akut gefährdeten“, so die Kuratorin. Im April hat das Jungtier den Beutel der Mutter verlassen und lebte in der Aufzuchtbox des Geheges in Koje 8. Die Mutter hat meistens den Höhleneingang verschlossen, bevor sie sich frei im Gehege bewegte. Sie lag aber auch selbst viel in der Nähe ihres Jungtieres in der Höhle. In der Natur ist es normal, dass die Mutter nur alle paar Tage mal ihr Jungtier aufsucht um ihm etwas Milch zu geben.

Hilfe aus Australien und Nordamerika

Dann passierte etwas, womit keiner gerechnet hatte. Tiffy, die Mutter, starb am 24. April völlig unerwartet an einer schweren Darmentzündung. „Wir begannen unverzüglich mit den Vorbereitungen für eine Handaufzucht“, erläuterte Antje Zimmermann. „Unser größtes Problem war, die richtige
Zusammensetzung der Milch heraus zu finden. Sehr hilfreiche Unterstützung erhielten wir von vielen australischen Kollegen, ebenso aus Nordamerika. Erfahrungen mit der Aufzucht von Neuguinea-Schnabeligeln gibt es noch nicht. Unsere Kollegen aus Australien haben aber bereits einige Handaufzuchten von Schnabeligeln anderer Unterarten erfolgreich durchgeführt. Angelehnt an die Erkenntnisse aus Australien haben wir unsere Babynahrung aus Hundeaufzuchtsmilch, Wasser, Öl, Ei und etwas Proteinpulver zusammengemixt. Zu unserem großen Glück hat unser Puggle diese
Milchzusammensetzung vom ersten Tag an gut vertragen.“ Die Jungtiere bei den Schnabeligeln werden bei den Australiern Puggle genannt. Die Tierpfleger haben den Rostocker Puggle nach dem Tod der Mutter auf den Namen Harapan getauft, was auf Indonesisch Hoffnung bedeutet. Inzwischen wiegt er rund 425 g.

„Wir füttern den Kleinen, so wie die Mutter es in der Natur macht, ungefähr alle fünf Tage. Dann wird jeweils vor und nach der Fütterung das Gewicht kontrolliert. Die Kurve der Gewichtsentwicklung sieht sehr gut aus. Das Junge ist sehr kräftig und sieht inzwischen wie ein richtiger Schnabeligel aus. Er hat schon kräftige Stacheln ausgebildet.“

Die Tage zwischen den Fütterungen schläft das Jungtier überwiegend. Schnabeligeljungtiere brauchen sehr viel Zeit zum Verdauen. Die frische Milch darf nicht auf noch unverdaute Milch im Magen stoßen. Aus diesem Grund müssen die Abstände zwischen den Fütterungen so lang sein. Harapan, dessen Geschlecht noch nicht zu erkennen ist, wird langsam etwas agiler, er hat sich bereits einmal aus seiner Höhle ausgegraben. Zurzeit lebt er geschützt hinter den Kulissen im DARWINEUM in einem kleinen Gehege mit einer Höhle.

„Entscheidend wird der Übergang von der Milchnahrung zur festen Nahrung sein“, machte die Kuratorin deutlich. „Erst, wenn das Tier diesen Schritt gut gemeistert hat, können wir uns so langsam über eine äußerst seltene Erfolgsgeschichte in der Handaufzucht eines ganz besonderen Tieres freuen. In etwa vier Wochen werden wir beginnen, dem Kleinen feste Nahrung anzubieten.“ Ab wann das Jungtier in Koje 8 zu sehen sein wird, hängt vom weiteren Verlauf seiner Entwicklung ab. Voraussetzung für einen Umzug in das elterliche Gehege ist, dass Harapan allein ausreichend Nahrung
zu sich nimmt.

Hintergrund

Schnabeligel zählen zu den Kloakentieren und zur Familie der Ameisenigel. Sie weisen wie die allerersten Säugetiere sowohl Merkmale von Säugetieren wie auch von Reptilien auf. Sie legen Eier in eine körpereigene Bruttasche, die nur für die Fortpflanzungszeit ausgebildet wird. Darin säugen sie die
winzigen Jungen nach dem Schlüpfen über ein Milchdrüsenfeld. Obwohl die Kurzschnabeligel auf den ersten Blick fast wie einheimische Igel aussehen, sind sie nicht miteinander verwandt. Beide unterscheiden sich insbesondere in ihrer Fortpflanzung, aber auch im Verhalten und im Körperbau. Als
Kloakentiere besitzen die Schnabeligel nur eine Körperöffnung für Kot, Urin und die Ei-Ablage. Ein wesentlicher, gut sichtbarer Unterschied ist die lange, röhrenförmige Schnauze. Ihren natürlichen Lebensraum haben Schnabeligel in Australien und im Süden Neuguineas. Dort sind sie weit verbreitet und werden bis zu 45 Jahre alt. Im Freiland fressen Kurzschnabeligel vor allem Ameisen, Termiten und Insekten.

Geburt und Aufzucht

Der weibliche Schnabeligel legt sich auf den stacheligen Rücken und das winzige Ei gleitet aus der Kloake, es wird anschließend in eine eigens dafür angespannte Bauchfalte manövriert. Dort brütet das Ei zehn Tage lang. Das Jungtier hackt sich mit einem einzelnen Zahn, den es gleich darauf wieder verliert, frei. Embryonenhafte Jungtiere haben beim Schlupf aus dem Ei eine Größe von 13 bis 15 Millimeter und ein Gewicht von ungefähr 0,30 bis 0,40 Gramm. Schon nach ca. 14 Tagen erreicht das Jungtier das 100fache seines Geburtsgewichtes.

Ca. zwei Monate verbleibt Jungtier in der Bauchfalte. Das Muttertier versorgt das Jungtier über ein Drüsenfeld mit Milch. Zitzen gibt es nicht. Erst wenn die ersten Stacheln wachsen, legt die Mutter den pieksenden Nachwuchs in einer Höhle ab. Danach wird das Jungtier nur alle paar Tage von der Mutter
aufgesucht, um es an ihren Milchdrüsenfeldern trinken zu lassen. Nach ca. 75 Tagen öffnen sich die Augen, eine Entwöhnung erfolgt nach ca. sechs bis sieben Monaten. Erst nach einem Jahr verlässt die Mutter das Jungtier endgültig.

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18.07.2014 – Leipzig. Im Beisein des Oberbürgermeisters Burkhard Jung hat der Zoo Leipzig heute seinen neuen Ausgangskomplex feierlich eröffnet. Der neue Zooausgang erstreckt sich über die Parthe bis hin zum historischen Eingangsbereich und integriert neben einem neuen, großzügigen Zooshop auch eine begehbare Flamingolagune. Die dort zukünftig beheimateten Chileflamingos haben die rückwärtige Tierhaltung im neuen Komplex bereits bezogen und werden nun schrittweise auf der Lagune eingewöhnt.

Der neue Zooausgang ist aufgrund des gestiegenen Besucheraufkommens erforderlich geworden. Er ermöglicht jetzt die klare Trennung zwischen Ein- und Ausgangsgeschehen und sorgt für eine komfortable und übersichtliche Besucherführung. Der Komplex wurde städtebaulich abgestimmt und prägt fortan das Stadtbild Leipzigs neu. Die 460 Quadratmeter des Zooshops erinnern an einen südamerikanischen Marktplatz. Auf ihrem Pfad durch die vorangestellte Flamingolagune gelangen Kinder auf abenteuerlichen Wegen über eine Dschungelbrücke mit echtem Wasserlauf und Wasserfall in den Shop. Dort bietet sich den Besuchern eine große Produktvielfalt: Plüschtiere oder Spielfiguren sowie Kunsthandwerk aus Südamerika und anderen Kontinenten sind hier ebenso erhältlich wie Stoffe und Lebensmittel aus exotischen Regionen dieser Erde. Oberbürgermeister Burkhard Jung: „Auf unserem Weg zum Zoo der Zukunft sind wir heute wieder einen Schritt voran gekommen. Mit dem neuen Ausgang und der neuen Flamingolagune bekommen unsere Gäste einen noch besseren Blick auf unseren Zoo.“

Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold resümiert nach einjähriger Bauzeit: „Mit dem neuen Zooausgangskomplex verändert sich nicht nur die Besucherführung im Zoo. Wir haben mit dem großzügigen Vorplatz und den gestalteten Fassaden des Zooshops ein völlig neues Bild auf der Pfaffendorfer Straße geschaffen. Ich freue mich, dass wir auch dieses Projekt optimal in unser Gesamtkonzept einfügen konnten und erwarte nun mit Spannung die Eingewöhnung der Flamingos. Wir erhoffen uns, mit einer größeren Gruppe und einer entsprechend geplanten Anlage auch bei diesen sensiblen Tieren Zuchterfolge erzielen und damit zum Arterhalt und Artenschutz beitragen zu können.“

Die neue Flamingolagune ist in zehn Metern Höhe komplett von einem Netz überspannt. Diese moderne Bauweise können noch nicht viele Zoos nachweisen. Insgesamt 70 Chileflamingos werden auf der Lagune leben, weitere 70 könnten in den kommenden Jahren dort ihren Platz finden. Vergesellschaftet werden die rosa Vögel mit Enten, Sichlern und Löfflern, die ebenso wie die Chileflamingos in Supf- und Seengebieten Südamerikas beheimatet sind.

Fakten zum Zooausgangskomplex:
Kosten: 4,9 Millionen Euro
Architekt: Irmela von Nordheim (DNR Daab Nordheim Reutler)
Gesamtgröße: 4.200 qm
Zooshop: 460 qm
Flamingolagune: 1.500 qm
Flamingoart: Chileflamingos
Max. Flamingobesatz: 140 Tiere
Weitere Tierarten: Enten, Sichler, Löffler

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