Donnerstag, 21 Januar 2016 11:15

THOMAS, J. (2013)

The Role of the Sacred Ibis in Ancient Egypt.

Online auf WordPress.com; 6. März 2015. Zahlreiche Quellenangaben.

Ganzer Artikel

Einleitung:

The Sacred Ibis (Threskionis aethiopicus) once lived in Egypt and is depicted in many ancient Egyptian wall murals and sculptures. It is also found as mummified specimens at many burial sites and played a significant religious role, in particular during the Late and Ptolemaic periods. The ibis represented the god Thoth, god of wisdom, knowledge and writing, and was considered the herald of the flood. It was of practical use to villagers as it helped to rid fish ponds of water snails that contained dangerous liver parasites. However, it is now extinct throughout Egypt because of gradual aridification through swamp drainage and land reclamation.

21.01.2016

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Sonntag, 10 März 2013 16:30

POLEY, D. (1994)

Vom Höhlenbär zum Batteriehuhn - zur Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung

Milu, Berlin 8: 171-173.

 Voller Text

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Dienstag, 08 Januar 2013 17:09

HEDIGER, H. (1965)

Mensch und Tier im Zoo: Tiergartenbiologie. Albert Müller Verlag, Rüschlikon-Zürich, Stuttgart, Wien. Verlags-Nr. 1/4-811/65.

 

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Dienstag, 08 Januar 2013 09:45

Was Menschen wollen

Zoos werden von Menschen für Menschen gemacht. Deshalb müssen sie nicht nur den Ansprüchen der gehaltenen Tiere genügen, sondern auch die Bedürfnisse und Vorgaben der menschlichen Gesellschaft berücksichtigen. Sie sind, im Sinne der Definition HEDIGERS (1973), gleichzeitig Freizeiteinrichtung, Lernort, Forschungsstätte und Naturschutzzentrum. Sie haben demzufolge verschiedene Anspruchsgruppen, die unterschiedlichste Anforderungen stellen.


 

Gesetzgeber

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Deutscher Bundestag - Quelle: www.bundestag.de
Die Gesetzgebung hat in den letzten Jahrzehnten inflationäre Züge angenommen. Alles wird geregelt, möglichst bis ins letzte Detail. Wenn ein internationales Übereinkommen abgeschlossen wird, kann man davon ausgehen, dass es bei der Umsetzung durch die Europäische Union zu Verschärfungen kommt, dass dann die Bundesrepublik noch eins draufsetzt und dass schließlich der Vollzug durch die Bundesländer uneinheitlich ist. Der Gesetzgeber macht den Zoos in Zusammenhang mit der Tierhaltung heute Vorgaben betreffend Tierschutz, Schutz vor Tierseuchen, Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit, Artenschutz, Schutz der biologischen Vielfalt, Landschaftsschutz, Baumschutz, Arbeitnehmerschutz und so weiter. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass sich die Vorgaben der verschiedenen Gesetzgebungen widersprechen.


 

Geldgeber

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Eröffnung von "Yukon Bay" im ErlebnisZoo Hannover durch den damaligen Bundespräsident Christian Wulff - Pressefoto Zoo Hannover
Im deutschsprachigen Raum sind die größeren Zoos überwiegend im Besitz der öffentlichen Hand oder sind gemeinnützige private Einrichtungen. Rendite ist deshalb in der Regel kein Thema. Vielmehr soll aus der Sicht der Kommunen oder gemeinnützigen Betreiber der Zoo eine preisgünstige, allen Bevölkerungsschichten zugängliche Möglichkeit sein, die Freizeit zu verbringen. Andererseits haben die Geldgeber, namentlich die Kommunen, alles Interesse, Defizite zu vermeiden. Nachdem neue Anlagen unterschiedlichen, aber stets hohen Ansprüchen genügen müssen, ist Bauen im Zoo teuer und kann nur selten aus Überschüssen der Betriebsrechnung finanziert werden. Die Geschwindigkeit und Frequenz, mit der neue Tiergehege realisiert werden können sind daher wesentlich von der Finanzkraft der Kommunen abhängig.
        
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Das ehrenamtliche Präsidium des Zoovereins Osnabrück e.V. - Pressefoto Zoo Osnabrück
Viele Bauvorhaben wären nicht möglich, wenn die Zoos nicht auf einen enormen Rückhalt in der Bevölkerung zählen könnten. Fast jeder Zoo hat einen Freunde- oder Förderverein, der ihm helfen will. 53 Vereine - mit etwa 70'000 Mitgliedern - haben sich in der Gemeinschaft Deutscher Zooförderer (GDZ) zusammengefunden. Aus dem GDZ-Budget werden gemeinsame Projekte gefördert, so etwa eine neuen Schneeleopardenanlage in Tallinn. Hauptsächlich unterstützen aber die einzelnen Vereine Projekte ihres jeweiligen Zoos. Einige Beispiele: 1999-2009 - Zoofreunde Leipzig insgesamt 3.6 Mio €, Zoofreunde Krefeld 110'000 € zum Bau des Forscherhauses, 2010 - Freunde des Duisburger Tierparks 320'000 € an die neue Bärenanlage, Heidelberger Tiergartenfreunde 100'000 € zum neuen Elefantenhaus; 2011 - Freunde Hauptstadtzoos 110'000 € zum Umbau des Vogelhauses im Berliner Zoo.


 

Tier- und Artenschützer

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Freilassung von zoogeborenen Mendesantilopen im Bou Hedma-Nationalpark (Tunesien) im Rahmen eines langfristigen Programms © Heiner Engel, Erlebniszoo Hannover
Die Zooleute verstehen sich selbst als Tier- und Artenschützer und sehen in der Regel keinen Konflikt zwischen den Anforderungen der beiden Schutzziele, wenn man davon absieht, dass die Zoos, ebenso wie die Natur- und Artenschutz-Organisationen, dem Erhalt und guten Funktionieren einer Population Vorrang vor dem Erhalt des Lebens eines Individuums geben, ein Standpunkt, der von "Tierschützern" nicht notwendigerweise geteilt wird. Naturschutzorganisationen haben mittlerweile begriffen, dass von den Zoos keine Gefährdung der freilebenden Tierwelt ausgeht, sondern dass sie vielmehr der wichtigste Multiplikator sind, um den Natur- und Artenschutzgedanken in die Bevölkerung hinauszutragen, und dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Schutzprojekte nicht nur ideell, sondern auch mit Fachwissen, Tieren, Material und Geld unterstützen.
        
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Anti-Zoo-Demonstration vom 26.08.2010 - Public Domain Photo
Währenddem das Verhältnis zwischen Zoos und Naturschützern in der Regel unproblematisch ist und oft eine enge Zusammenarbeit praktiziert wird, trifft das für Tierschutzorganisationen nicht im selben Maße zu. Zwar kann auf lokaler Ebene ebenfalls pragmatisch zusammengearbeitet werden, auf nationaler Ebene werden aber von den Organisationen, die ja selbst nicht in der Verantwortung stehen, vielfach überzogene Forderungen gestellt. Zoos sollen sich sachlich begründeter Kritik stellen, sie müssen sich aber auch gegen ungerechtfertigte Vorwürfe oder gut gemeinte, aber unzweckmäßige Vorschläge wehren. Dass mit Organisationen, die aus ideologischen Gründen ein Verbot der Haltung aller oder bestimmter Tierarten fordern, ein Dialog schwierig bis unmöglich ist, versteht sich von selbst. Zum Glück sind diese Organisationen, so lautstark sie sich gebärden, nicht repräsentativ für die große Mehrheit der Bevölkerung und ihre Argumentation ist wenig stichhaltig, was aber manche Politiker nicht daran hindert sie zu unterstützen.


 

Tierpflege-Personal

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Tierpflegerin mit jungem Krallenäffchen - Pressefoto Zoo Eberswalde
Die meisten Tierpfleger haben ihren Beruf gewählt, weil sie sich zu Tieren hingezogen fühlen und sich mit ihnen beschäftigen wollen. Sie wünschen sich daher ausreichend Zeit, um sich mit den Tieren abzugeben und z.B. Programme zur Umwelt- und Verhaltensanreicherung oder für das sogenannte "Medical Training" durchzuführen. Vom Arbeitgeber erwarten sie, dass die betrieblichen Einrichtungen und Arbeitsabläufe so gestaltet sind, dass Gefährdungen der Gesundheit, Unfälle und Überbeanspruchungen nach Möglichkeit vermieden werden und dass nicht nur den Schaugehegen, sondern auch den Zugängen zu den Gehegen und den Einrichtungen hinter den Kulissen die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird.

 


 

Zoopädagogen

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Tierhalterseminar im Zoo Krefeld - Basteln von Katzenspielzeug - Pressefoto Zoo Krefeld
Wissensvermittlung und Pädagogik sollen ein integraler Bestandteil der Gehegegestaltung und Bestandsplanung sein. Methoden, die Bildungsprogramme umzusetzen, können unter anderem umfassen: Schilder, Ausstellungen, permanente oder temporäre Ausstellungen, audio-/visuelle Darstellungen, interaktive Elemente, Computer-gestützte Informationen, Zooführer und Veröffentlichungen oder Veranstaltungen von Mitarbeitern. Wenn pädagogische Programme erfolgreich sein sollen, müssen die Zootiere optimal gehalten werden, in Anlagen, die es ihnen ermöglichen, so natürlich zu leben und sich zu verhalten, wie es eben möglich ist. Tiere, die an physischen und/oder psychischen Einschränkung zu leiden scheinen, sind kontraproduktiv für die Pädagogik und konterkarieren die Naturschutzbotschaft. Darbietungen mit Tieren können hilfreich sein, es soll aber ihre pädagogische Wirksamkeit belegt und der Tierschutz in jedem Fall gewährleistet sein. Unnatürliches Verhalten der Tiere oder ihre Vermenschlichung sind zu vermeiden.


 

Besucher

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Begegnung mit Eisbär - Pressefoto ErlebnisZoo Hannover
Hauptmotiv für einen Zoobesuch ist in der Regel, seine Freizeit in angenehmer Umgebung zu verbringen und dabei etwas zu erleben, allein, mit Partner, im Kreis der Familie oder mit Freunden. Die Besucher wollen Tiere sehen, möglichst ohne störende Gitter und in einer naturnahen Umgebung. Große, hauptsächlich exotische Säugetiere, wie Menschenaffen, Bären, Löwen, Tiger, Elefanten, Nashörner, Flusspferde und Giraffen, sowie Meeressäugetiere und Pinguine stehen in der Beliebtheitsskala ganz oben. Es soll etwas los sein - die "Fütterung der Raubtiere" ist zum stehenden Ausdruck geworden, schlafende Tiere werden kaum beachtet. Man will Tieren nahe kommen, Streichelgehege oder Möglichkeiten Tiere zu füttern sind äusserst populär. Ob eine Haltung als tiergerecht beurteilt wird, hängt wesentlich davon ab, ob sie besuchergerecht ist, denn die meisten Menschen wissen wenig über die Bedürfnisse der Tiere sondern schließen von sich selbst auf das Tier.


 

Literatur:
HEDIGER, H. (1965)
HEDIGER, H. (1973)
POLEY, D. (Hrsg., 1993)
POLEY, D. (1994)

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PD - 31.12.2010; 07.01.2011

Freigegeben in Haltungsansprüche

Der Einfluss von Zoobesuchern auf das Verhalten und die Speichel-Corticosteronkonzentrationen von Zootieren. In: Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL, Hrsg.): Aktuelle Arbeiten zur artgemäßen Tierhaltung 2000, 104-112. Darmstadt.

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Sonntag, 06 Januar 2013 09:03

HEDIGER, H. (1951)

Jagdzoologie - auch für Nichtjäger. Verlag Friedrich Reinhardt AG, Basel.

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Donnerstag, 27 Dezember 2012 08:40

HEDIGER, H. (1942)

Wildtiere in Gefangenschaft. Ein Grundriss der Tiergartenbiologie. Verlag Benno Schwabe, Basel.
Englische Ausgabe: (1950) Wild animals in captivity - an outline of the biology of zoological gardens. Butterworths Scientific Publications.
Englische Ausgabe, Paperback: (1964) Wild animals in captivity - an outline of the biology of zoological gardens. Dover Publications, New York.

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Donnerstag, 27 Dezember 2012 08:38

HEDIGER, H. (1950)

Wild Animals in Captivity - An outline of the biology of zoological gardens. Translated by G. Sircom. Foreword by Dr. Edward Hindle, F.R.S., Butterworths Scientific Publications Ltd. London.

auch als paperback: (1964). Dover Publications Inc., New York. Company Ltd., London

Tiergärtnerei - Gehegegestaltung - Ethologie - Tier-Mensch - Tierhaltung - Tierzucht

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Montag, 17 Dezember 2012 09:12

SALZERT, W. (2010)

Was macht Tiergärten attraktiv? Ein kleines Einmaleins der Zoogehegegestaltung. Schüling Verlag, Münster. ISBN 978-3-86523-166-6.

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Sonntag, 16 Dezember 2012 21:14

HEDIGER, H. (1990)

Ein Leben mit Tieren - im Zoo und in aller Welt. Werd Verlag, Zürich. ISBN 3-85932-0440-0.

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