Mittwoch, 31 Dezember 2014 13:01

FRITZ, H. I. (1971)

Maintenance of the Common opossum in captivity

International Zoo Yearbook 11 : 46–49
DOI: 10.1111/j.1748-1090.1971.tb01843.x

Freigegeben in F
Montag, 29 Dezember 2014 09:33

Flugunfähigmachen

haltung 10-3-3-21 springe
Großvoliere für Störche im Saupark Springe, erlaubt den Vögeln zu fliegen, wäre aber vielfach nicht winterfest © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
Traditionell wurde "Wasser- und Parkgeflügel" durch Kupieren, d.h. Abtrennen der einen Flügelspitze oder durch einseitiges Stutzen der Armschwingen am Fliegen gehindert. Die Vögel wurden so zu Fußgängern, die in Freigehegen anstatt in Volieren gehalten werden konnten. Dies hatte manche Vorteile: Der Bau einer oben offenen Anlage ist billiger als der einer Voliere, das Besuchererlebnis ist besser und für Vögel, die wenig fliegen, wird der Verlust der Flugfähigkeit durch das im Vergleich zu Volieren in der Regel viel größere Raumangebot der Freigehege mehr als kompensiert.

Da das deutsche Tierschutzgesetz keine explizite Ausnahme vorsieht, ist das Flugunfähigmachen mittels chirurgischer Methoden in Deutschland grundsätzlich verboten und kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, was Anlass zu noch andauernden Diskussionen zwischen Tierhaltern, Tierschutz- haltung 10-3-3-22 hagenbeck GBerlik mod
Eine Übernetzung des Afrika-Panoramas im Tierpark Hagenbeck wäre aus Gründen des Denkmalschutzes nicht zuläßig © Peter Dollinger, Zoo Office Bern, unter Verwendung einer Aufnahme von Götz Berlik
und Tierrechtsorganisationen und Behörden bot.

Weil in den meisten anderen europäischen Ländern das Flugunfähigmachen mancher Vogelarten gängige Praxis ist, in Anbetracht der Tatsachen, dass ein Leiden als Folge der Flugunfähigkeit in der Regel nicht nachgewiesen werden kann, dass Großvolieren z.B. aus Denkmal- oder Landschftsschutzgründen oft nicht zu realisieren sind, dass das Bundesnaturschutzgesetz von den Zoos verlangt, sich an Erhaltungszuchtprogrammen zu beteiligen, und dass solche Erhaltungszuchtprogramme nicht national, sondern auf europäischer Ebene durchgeführt werden, wurde seitens der Zoos und von Amtstierärzten vorgeschlagen, in Übereinstimmung mit der EU Zoos Directive Guidance eine generelle Regelung zu treffen, die das gute Funktionieren der Zuchtprogramme nicht beeinträchtigt. Eine solche Regelung haltung 10-3-3-23 eurasien ZRH
Anlage für Eurasische Wasservögel im Zoo Zürich. Hier werden freifliegende Störche sowie flugunfähig gemachte Jungfernkraniche und Gänsevögel gehalten. Die Störche ziehen im Herbst weg und kommen im Frühjahr zurück, Teichhühner, Stockenten und Graureiher haben sich freiwillig angesiedelt © Peter Dollinger, Zoo Office Bern
sollte sich an der Europäischen Heimtierkonvention orientieren, die das Flugunfäigmachen nur für im privaten Haushalt gehaltene Vögel (wie z.B. Papageien) verbietet, allenfalls in Verbindung mit einem Katalog der Vogelarten, bei denen Eingriffe zum Flugunfähigmachen zulässig sind, ähnlich jenem der in den schwedischen Vorschriften über die Tierhaltung in Zoos enthalten ist, sowie unter Bezug auf die vom Weltverband der Zoos und Aquarien als „best practice“ definierten Methoden (DOLLINGER et al.2014).

Auch andere Autoren (z.B. ROSE et al., 2014,  im Falle der Flamingos) kommen zum Schluss, dass die Haltung in Volieren nicht notwendigerweise der Haltung flugunfähig gemachter Vögel vorzuziehen ist und sehen hier noch erheblichen Forschungsbedarf.

haltung 10-3-3-24 cottbus
Huftiere, natürlicherweise flugunfähige Strauße und flugunfähig gemachte Pelikane vermitteln im Tierpark Cottbus den Eindruck einer Lebensgemeinschaft in der ostafrikanischen Savanne © Peter Dollinger, Zoo Office Bern

PPT-Präsentationen zum Thema:
Flugunfähigmachen von Vögeln (1)
Flugunfähigmachen von Vögeln (2)

Literatur:
DOLLINGER, P., PAGEL, T., BAUMGARTNER, K., ENCKE, D. ENGEL, H. & FILZ, A. (2014)
ROSE, P.E., CROFT, D.P. & LEE, R. (2014)

Zurück zu Tierhaltung

PD - 29.12.2014

Freigegeben in Haltungsbedingungen
Montag, 29 Dezember 2014 08:17

ROSE, P.E., CROFT, D.P. & LEE, R. (2014)

A review of captive flamingo (Phoenicopteridae) welfare: a synthesis of current knowledge and future directions

International Zoo Yearbook, 48: 139-155 ISSN (Print) 0074-9664 ISSN (Online) 1748 -1090.

Abstract:

Flamingos are ubiquitous captive species (potentially the world's most commonly kept zoo bird) that have long lifespans and unique breeding cycles. In-depth research into the links between provision (enclosure, husbandry), behavioural performance (reflecting internal motivation) and perceived welfare state (from behavioural cues) can inform management for good welfare over the many decades of a bird's life, and benefit reproductive output. Here, the published literature on flamingo husbandry is reviewed, with reference to our current understanding of flamingo behaviour in the wild. Evaluation of whole-flock time budgets and assessment of behavioural diversity can highlight any deviation from a norm. Several published works suggest ways of improving breeding success in captive flamingos by re-evaluating husbandry routines as well as highlighting minimum numbers of birds per flock for ‘good welfare’. Research has shown that some aspects of zoo-flamingo activity can match that of wild birds. Further examination of specific behaviour patterns, as well as the motivations for these, would allow for evidence-based enclosure design and provision of species-specific behavioural husbandry. Future research topics covering social support, foraging activity and developing a definition of ‘positive welfare activity’ would further enhance zoo management practices for these birds. 

29.12.2014

Freigegeben in R
Montag, 01 Dezember 2014 13:35

WÖLMS, C. (1997)

Auswertung von Untersuchungsergebnissen über Todesursachen, Erkrankungen bei Flamingos (Fam. Phoenicopteridae), Pelikanen (Fam. Pelecanidae) und Pinguinen (Fam. Spheniscidae) sowie deren Therapie und Haltung im Zoo (Untersuchungszeitraum 1953 bis 1994)

Evaluation of research results on causes of death and diseases of Flamingoes (Family Phoenicopteridae), Pelicans (Family Pelecanidae) and Penguins (Family Spheniscidae) as well as their therapy and keeping in zoos (evaluation period 1953 to 1994)

Dr. med. vet. Dissertation

165 Seiten

Institut für Geflügelkrankheiten des Fachbereiches Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin
1. Gutachter      Univ. Prof. Dr. G. Monreal
2. Gutachter      Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. H.-G. Klös
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Deutsche und Englische Zusammenfassung

01.12.2014

Freigegeben in W
Freitag, 28 November 2014 14:34

BLASZKIEWITZ, B. (1987)

Untersuchungen zur Entwicklung des Säugetierbestandes (Chordata: Vertebrates: Mammalia) im Berliner Zoo für den Zeitraum vom 31.05.1945 bis zum 31.12.1979 – unter besonderer Berücksichtigung der Artenvielfalt und Repräsentanz in Zoologischen Gärten

Inaugural-Dissertation

357 Seite

1. Gutachter      Prof. Dr. W. Meinel
2. Gutachter      Prof. Dr. H.-G. Klös
Gesamthochschule Kassel – Universität des Landes Hessen, Fachbereich 19, Zoologie
Zoologischer Garten Berlin

Zusammenfassung:

Siehe Link

28.11.2014

Freigegeben in B
Montag, 13 Oktober 2014 14:38

Wie Braunbären im Zoo leben

In den Internetauftritten zoofeindlicher Organisationen finden sich in aller Regel Aufnahmen, auf denen ein Vertreter einer charismatischen Tierart in einer deprimierenden Umgebung gezeigt wird. Die Bilder sind möglichst unvorteilhaft durch schwere Eisengitter aufgenommen. Das Titelbild dieser Seite z.B. zeigt einen Bären im Alpenzoo Innsbruck. Dadurch dass verschwiegen wurde, dass sich der Bär in seiner Schlafbox befindet, wurde der Eindruck erweckt, die Bären seien in kleinen Käfigen eingesperrt. Tatsächlich bewohnen aber die Innsbrucker Bären eine großzügige, naturnah gestaltete Anlage (Braunbärenanlage im Alpenzoo Innsbruck).

In der nachfolgenden Galerie zeigen wir Bilder aus 18 VdZ-Zoos und drei Wildparks, die ein realistischeres Bild davon abgeben, wie Bären heute gehalten werden.

 

 

 

 

 

 

Zurück zu Tierhaltung

PD - 13.10.2012

Freigegeben in Zootierhaltung
Samstag, 16 August 2014 15:35

DATHE, F. (2012)

Haltung und Vermehrung von Blauen Stachelleguanen, Sceloporus cyanogenys Cope, 1885) im Tierpark Berlin. Milu, Berlin 13 (6): 842-847

 

Freigegeben in D
Samstag, 16 August 2014 12:35

DATHE, F. (2010)

Haltung und Fortpflanzung von Gelbkopfschildkröten, Indotestudo elongata (Blyth, 1824) im Tierpark Berlin. Milu, Berlin 13 (1): 51-66.

 

Freigegeben in D
Donnerstag, 07 August 2014 06:50

SCHREINER, C. (2011)

Environmental Enrichment bei drei Menschenaffen-Arten im Zoo Krefeld - eine Untersuchung etablierter Methoden zur Tierbeschäftigung
Environmental enrichment in three great ape species at the Zoo Krefeld - a study of established methods of animal occupation

Bachelor - Thesis

96 Seiten

AG Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie der Ruhr-Universität Bochum (Betreuung: Prof. Dr. W.H. Kirchner) und
Zoo Krefeld (Betreuung Dr. W. Dressen)

Veröffentlicht als: Environmental Enrichment bei drei Menschenaffen-Arten im Zoo Krefeld - eine Untersuchung etablierter Methoden zur Tierbeschäftigung. Zool. Garten N.F. 81 (2012), Heft 4:161-174 Link, um Arbeit zu kaufen: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0044516912000421

Zusamenfassung:

Environmental Enrichment hat einen festen Platz in der modernen Zootierhaltung und wird von der WAZA (2005) von ihren Mitgliedern erwartet. Es gibt viele Aspekte, die den Einsatz von Environmental Enrichment rechtfertigen bzw. eindringlich fordern. Ange-fangen bei einer optimalen Haltung des einzelnen Tieres, über die positive Resonanz der Besucher bis hin zu einem erfolgreichen Management der einzelnen Arten. Die Möglichkeiten, Environmental Enrichment einzusetzen, sind vielfältig und müssen jeweils auf die Fähigkeiten der einzelnen Individuen zugeschnitten werden. Für Menschenaffen bieten sich u.a. Gegenstände an, aus welchen mit Hilfe von Werkzeug Futter entnommen werden kann. Die Auswirkungen von Environmental Enrichment auf Tiere sind bekannt, allerdings wird oftmals nicht näher beschrieben, wie aufwändig einerseits die Vorbereitung solcher Maßnahmen ist, und wie lange sich andererseits ein Tier bzw. eine Gruppe von Tieren mit den angebotenen Beschäftigungsmethoden befasst. Das Ziel dieser Studie ist es, diesen zeitlichen Kosten-Nutzen-Aspekt in Bezug auf Vorbereitungszeit der Tierpfleger und die Beschäftigungszeit der Tiere herauszustellen. Hierzu wurden erprobte Beschäfti-gungsmethoden modifiziert und bei Borneo Orang-Utan (Pongo p. pygmaeus), Schimpanse (Pan troglodytes) sowie westlichem Flachlandgorilla (Gorilla g. gorilla) im Zoo Krefeld getestet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass zeitlich effiziente Tierbeschäftigung möglich ist und erlauben es den Tierpflegern, Tierbeschäftigung in den Arbeitsablauf effektiv zu integrieren. Außerdem ermöglichen die Ergebnisse den Verantwortlichen, zu entscheiden, welche Neuanschaffungen sich auf längere Zeit lohnen.

Abstract:

Environmental enrichment has a fixed place in modern animal husbandry in zoos und is expected of WAZA (2005) and its members. There are many aspects which justify or claim vividly the use of environmental enrichment: Beginning with an ideal husbandry of the individual animal, extending to the positive feedback of the visitors, up to a successful management of the species. The possibilities to use environmental enrichment are versatile and have to be adjusted to the abilities of the individuals. For great apes the use of items, from which food can be extracted with the help of tools, offers itself. The impacts of environmental enrichment on animals are known. On the other hand, the effort for the preparation of those procedures and how long the animal or a group of animals is using the offered method of environmental enrichment are not described. The aim of this study is to point out the time efficiency defined as the time needed for preparation of the keepers versus the time of occupation for the animals. Approved methods of environmental enrichment were modified and tested on Borneo orangutans (Pongo p. pygmaeus), chimpanzees (Pan troglodytes) and Western lowland gorillas (Gorilla g. gorilla) at the zoo Krefeld. The results of the study show, that time efficient environmental enrichment is possible which allows keepers to integrate environmental enrichment in their daily routine work efficiently. The results offer to decide which new acquisitions are worth to be made on a long term scale to the persons in charge.

07.08.2014

Schreiner. Christian (2011)

Environmental Enrichment bei drei Menschenaffen-Arten im Zoo Krefeld - eine Untersuchung etablierter Methoden zur Tierbeschäftigung

Environmental enrichment in three great ape species at the Zoo Krefeld - a study of established methods of animal occupation

 

Bachelor - Thesis

96 Seiten

AG Verhaltensbiologie und Didaktik der Biologie, Prof. Dr. W.H. Kirchner

 

Ruhr-Universität Bochum

Zoo Krefeld

Environmental Enrichment hat einen festen Platz in der modernen Zootierhaltung und wird von der WAZA (2005) von ihren Mitgliedern erwartet. Es gibt viele Aspekte, die den Einsatz von Environmental Enrichment rechtfertigen bzw. eindringlich fordern. Ange-fangen bei einer optimalen Haltung des einzelnen Tieres, über die positive Resonanz der Besucher bis hin zu einem erfolgreichen Management der einzelnen Arten. Die Möglichkeiten, Environmental Enrichment einzusetzen, sind vielfältig und müssen jeweils auf die Fähigkeiten der einzelnen Individuen zugeschnitten werden. Für Menschenaffen bieten sich u.a. Gegenstände an, aus welchen mit Hilfe von Werkzeug Futter entnommen werden kann. Die Auswirkungen von Environmental Enrichment auf Tiere sind bekannt, allerdings wird oftmals nicht näher beschrieben, wie aufwändig einerseits die Vorbereitung solcher Maßnahmen ist, und wie lange sich andererseits ein Tier bzw. eine Gruppe von Tieren mit den angebotenen Beschäftigungsmethoden befasst. Das Ziel dieser Studie ist es, diesen zeitlichen Kosten-Nutzen-Aspekt in Bezug auf Vorbereitungszeit der Tierpfleger und die Beschäftigungszeit der Tiere herauszustellen. Hierzu wurden erprobte Beschäfti-gungsmethoden modifiziert und bei Borneo Orang-Utan (Pongo p. pygmaeus), Schimpanse (Pan troglodytes) sowie westlichem Flachlandgorilla (Gorilla g. gorilla) im Zoo Krefeld getestet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass zeitlich effiziente Tierbeschäftigung möglich ist und erlauben es den Tierpflegern, Tierbeschäftigung in den Arbeitsablauf effektiv zu integrieren. Außerdem ermöglichen die Ergebnisse den Verantwortlichen, zu entscheiden, welche Neuanschaffungen sich auf längere Zeit lohnen.

Environmental enrichment has a fixed place in modern animal husbandry in zoos und is expected of WAZA (2005) and its members. There are many aspects which justify or claim vividly the use of environmental enrichment: Beginning with an ideal husbandry of the individual animal, extending to the positive feedback of the visitors, up to a successful management of the species. The possibilities to use environmental enrichment are versatile and have to be adjusted to the abilities of the individuals. For great apes the use of items, from which food can be extracted with the help of tools, offers itself. The impacts of environmental enrichment on animals are known. On the other hand, the effort for the preparation of those procedures and how long the animal or a group of animals is using the offered method of environmental enrichment are not described. The aim of this study is to point out the time efficiency defined as the time needed for preparation of the keepers versus the time of occupation for the animals. Approved methods of environmental enrichment were modified and tested on Borneo orangutans (Pongo p. pygmaeus), chimpanzees (Pan troglodytes) and Western lowland gorillas (Gorilla g. gorilla) at the zoo Krefeld. The results of the study show, that time efficient environmental enrichment is possible which allows keepers to integrate environmental enrichment in their daily routine work efficiently. The results offer to decide which new acquisitions are worth to be made on a long term scale to the persons in charge.

Forschungsarbeit – Environmental Enrichment - Tierbeschäftigung - Zeiteffizienz - Borneo Orang-Utan - Schimpanse - westlicher Fachland-Gorilla

 

Freigegeben in S
Dienstag, 29 Oktober 2013 15:47

KURZ, J. (2006)

 

Untersuchungen zu den Sozialbeziehungen von Kalifornischen Seelöwen (Zalophus californius californius) und Seehunden (Phoca vitulina) in der Gemeinschaftshaltung des Tiergartens Nürnberg

München, GRIN Verlag GmbH, http://www.diplomarbeiten24.de/vorschau/66110.html
ISBN (eBook): 978-3-638-58419-7. DOI: 10.3239/9783638584197. Dateigröße: 2299 KB

Examensarbeit im Fach Biologie

144 Seiten

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Zusammenfassung

Seit dem Spätsommer 2005 leben im Aqua Park, einer Wassergehegeanlage des Nürnberger Tiergartens, Kalifornische Seelöwen (Zalophus californius californius) gemeinsam mit Gemeinen Seehunden (Phoca vitulina). Diese Vergesellschaftung bietet eine der seltenen Möglichkeiten, das Verhalten der beiden sozial lebenden Arten nicht nur auf Sozialbeziehungen innerhalb der Art hin zu untersuchen, sondern auch in Bezug auf zwischenartliche soziale Kontakten.

Kalifornische Seelöwen sind polygam, d.h. sie bilden Haremsverbände, die von erwachsenen Männchen dominiert werden. Gemeine Seehunde schwimmen in der Regel einzeln, tummeln sich aber an Land zumeist in kleineren Gruppen, die allerdings keine festen sozialen Beziehungen haben.

Obwohl eine Zoohaltung den Tieren in keiner Weise Lebensbedingungen bieten kann, die vollständig denen in Freiheit entsprechen, können Studien über das Verhalten von Tieren in Gefangenschaft durchaus Aufschluss über Verhaltensspektren geben, die auch in freier Wildbahn auftreten.

In dem Seelöwen-Seehundgehege des Aqua Parks leben derzeit neun erwachsene Seelöwen: Der Bulle Patrick und acht Weibchen von denen drei zur Zeit der Beobachtung Jungtiere hatten. Die Seehundfamilie ist wesentlich kleiner, sie besteht nur aus dem jungen Geschwisterpaar Finchen und Nele.

Fragestellung:

Folgende Hypothesen wurden aufgestellt und auf ihre Richtigkeit hin untersucht:

•    Nullhypothese: Die Tiere haben untereinander gleich stark ausgeprägte soziale Kontakte.
•    Alternativhypothese: Es zeigen sich deutliche Unterschiede in der Intensität der sozialen Kontakte zwischen den Tieren.

•    Nullhypothese: Die Tiere nutzen das ihnen zu Verfügung stehende Gehege gleichmäßig.
•    Alternativhypothese: Die Tiere nutzen das ihnen zu Verfügung stehende Gehege nicht gleichmäßig.

29.10.2013

 

Freigegeben in K
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