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Waldbisonkuh im Tierpark Nordhorn © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Die Art wird als potenziell gefährdet eingestuft, weil sie nach wie vor von Schutzprograqmmen abhängig ist und es nur einige wenige freilebende und langfristig lebensfähige Populationen gibt (
Rote Liste: NEAR THREATENED).
Der internationale Handel wird durch CITES nicht geregelt.
Verbreitung: Kanada, Mexiko, USA.
Haltung in VDZ-Zoos:
Bison b. athabascae: Berlin-Tierpark, München, Nordhorn
Bison b. bison: Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Hamburg, Hannover, Herberstein, Köln, Nürnberg, Stuttgart, Tallinn, Wien
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W. T. Hornaday: The Extermination of the American Bison
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Besonderes: Vor der Landnahme durch die Europäer war der Bison von Nordmexiko bis nach Alaska verbreitet und hatte einen geschätzten Gesamtbestand von 60 Millionen Tieren. Durch den Bau der transkontinentalen Eisenbahnlinie wurde die Population in eine nördliche und eine südliche Herde gespalten. Durch nicht nachhaltige Jagd zur Gewinnung von Häuten und Fleisch – und wohl auch, um den Indianern eine wichtige Lebensgrundlage zu entziehen - brachen die Bestände ein. Um 1895 waren schätzungsweise nur noch 800 Bisons übrig. 1905 konstituierte sich im Löwenhaus des neuyorker
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Prärie-Bisonbulle in Landwirtschaft-licher Bisonhaltung © PD, VDZ
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Bronx Zoos unter Leitung von William T. Hornaday, dem damaligen Zoodirektor, die „American Bison Society“ mit dem Ziel, die Art zu retten. Es wurden Tiere zusammengekauft und gezüchtet, und Nachzuchttiere wurden in Schutzgebieten in Oklahoma und Süddakota ausgewildert. Für die nördliche Unterart, den Waldbison, erliessen die kanadischen Behörden 1893 ein Jagdverbot und errichteten 1922 den Wood Buffalo Park in Alberta und Mackenzie, mit einer fläche, die leicht über jener der schweiz liett (44'800 qkm). Allerdings wurden in den Jahren 1925-28 insgesamt 6'673 Präriebisons aus dem aufgelösten Buffalo Park in Wainwright (Alberta) in den Wood Buffalo Park umgesiedelt, wo sie sich mit den Waldbisons
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Landwirtschaftliche Bisonhaltung © PD, VDZ
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vermischten, sodass man die Unterart bereits ausgestorben glaubte. Glücklicherweise wurde 1957 noch eine reinblütige, von den übrigen Tieren durch Sümpfe getrennte Herde entdeckt, womit letztlich beide Unterarten erhalten werden konnten (
BRIDGES, 1968;
KIRK, 1968).
Heute gibt es wieder rund 19'000 Präriebisons in 54 „conservation herds“, also Herden die von Behörden oder Nichtregierungsorganisationen im Interesse der Arterhaltung bewirtschaftet werden, und 11'000 Waldbisons in 11 „conservation herds“. Etwa die Hälfte dieser Tiere lebt in nicht-eingezäunten Flächen innerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets der jeweiligen Unterart. Nur fünf Herden des Präriebisons und drei Herden des Waldbisons umfassen mehr als 1000 Individuen.
Daneben gibt es rund eine halbe Million Tiere in landwirtschaftlichen Haltungen, die hauptsächlich zur Fleischgewinnung gehalten werden.
PD - 02.11.2009