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Rentier
Rangifer tarandus
Engl.: The Reindeer (in Nordamerika: The Caribou)
Franz.: Le renne

Ordnung: Paarzeher (Artiodactyla)
Familie: Geweihträger (Cervidae)
Unterfamilie: Trughirsche (Capreolinae)








Hausren (Rangifer tarandus f. dom.) im Zoo Berlin - Pressefoto Zoo Berlin
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Global ist das Wildren nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN). In Finnland wurde das Waldrentier (R. t. fennicus) um 1900 ausgerottet. Durch die Wiedereinbürgerung gezüchteter Tiere und Einwanderung aus Karelien gibt es jetzt wieder zwei Bestände mit zusammen rund 2'200 Tieren. Auch im europäischen Teil Russlands ist das Wildren regional gefährdet
Der internationale Handel ist nicht nach CITES geregelt.

Verbreitung: Zirkumpolar - Norwegen mit Spitzbergen und Jan Mayen, Schweden, Finnland, Russland, Mongolei, USA (Alaska), Kanada, Grönland
Hausren (Rangifer tarandus) ehemals im Tierpark Bern © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und zooschweiz)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Hausren ehemals im Tierpark Bern © PD, VDZ-Geschäftsstelle

Haltung in VDZ-Zoos:
Finnisches Waldren (R. t. fennicus): Bern, Tallinn
Wald-Karibu (R. t. caribou): Hannover
Hausren: Basel, Berlin-Tierpark, Berlin-Zoo, Cottbus, Dortmund, Duisburg, Eberswalde, Hannover, Magdeburg, Neumünster, Nürnberg, Osnabrück, Rostock, Salzburg, Wien, Wuppertal

Besonderes: Wähend der Eiszeiten kam das Rentier, zusammen mit u.a. Mammut, Wollnashorn, Höhlenbär, Moschusochse, Polarfuchs, Lemming und Schneehase auch in den eisfreien Gebieten Mittel- und Westeuropas vor (KUHN, 1956),
Hausren (Rangifer tarandus) im Zoo Basel © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und zooschweiz)
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wo ihm der Mensch fleissig nachstellte - und es auch bildlich darstellte. Einer der berühmtesten Artefakte aus der Jungsteinzeit ist die 15'000 Jahre alte Ritzzeichnung eines weidendes Rentiers - im Magdalénien das wichtgste Jagdwild - auf einem Lochstab aus Rentiergeweih, den der Thaynger Realschullehrer Konrad Merk 1875 in der Höhle Kesslerloch (Kanton Schaffhausen) fand, und die heute im Museum Rosgarten in Konstanz* zu bewundern ist (OSTERWALDER, 1977).

Obwohl sich das Rentier nach der Eiszeit in den hohen Norden zurückzog, war es bereits den alten Römern bekannt. Gaius Julius Caesar schrieb dazu: Es gibt ein Rind in Gestalt des
Rentier (Rangifer tarandus), jungsteinzeitliche Ritzzeichnung auf Rengeweih. Museum Rosgarten Konstanz
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Hirsches, aus dessen Stirnmitte zwischen den Ohren ein Horn hervortritt, das höher hervorragt und gerader ist als die Hörner, die uns bekannt sind; von seiner Spitze breitet es sich gleichsam Ästen und Zweigen aus. Die Gestalt der Männchen und Weibchen ist dieselbe, die Form und Größe der Hörner ist auch dieselbe. - Est bos cervi figura, cuius a media fronte inter aures unum cornu exsistit excelsius magisque directum his, quae nobis nota sunt, cornibus: ab eius summo sicut palmae ramique late diffunduntur. Eadem est feminae marisque natura, eadem forma magnitudoque cornuum.
(IULIUS CAESAR, C., 1944)

Literatur:
GRIMMBERGER & RUDLOFF (2009)


* Das Rosgartenmuseum befindet sich in der Fußgängerzone der Konstanzer Altstadt. Es ist zu Fuß in fünf Minuten vom Bahnhof erreichbar.


PD - 02.08.2009
 


http://www.zoodirektoren.de


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