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Rehkitz Im Tierpark Goldau © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Das europäische Reh hat eine weite Verbreitung und einen grossen Bestand. Es ist nicht als gefährdet (
Rote Liste: LEAST CONCERN).
Der internationale Handel ist nicht nach CITES geregelt.
Verbreitung: Westliche Paläarktis - Albanien, Andorra, Armenien, Aserbeidschan, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Grossbritanien, Iran, Irak, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien ehem. Jug. Rep., Moldawien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien,
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Rehgeiss im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo
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Russland Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Syrien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn, Weissrussland. Ausgestorben im Libanon und in Palästina, Wiederansiedlungsprogramm in Israel.
Haltung in VDZ-Zoos: Bernburg, Chemnitz, Dortmund, Goldau, Görlitz, Innsbruck, Leipzig, Rostock, Schwerin, Tallinn
Besonderes: Als Kulturfolger ist das Reh sehr anpassungs-fähig. Es ist die erfolgreichste wildlebende Huftierart in Europa. Durch seine Anpassungsfähigkeit konnte es trotz der intensivierten Mehrfachnutzung seines Lebensraums durch den
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Rehkitz im Tierpark Goldau © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Menschen sein Areal ausdehnen und seine Bestandesdichten erhöhen. In
Deutschland war das Reh bis in die Neuzeit hinein eher selten und vermehrte sich erst im 18. Jahrhundert stark. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war es aber in grossen Teilen des Reichsgebiets beinahe ausgerottet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Bestände wieder anzusteigen. Heute liegt die jährliche Jagdstrecke bei 1 bis 1.1 Millionen Tieren und es werden rund 200'000 Stück als Fallwild registriert, was bedeutet, dass es einen Frühjahrsbestand von rund 2.5 Millionen Tieren geben muss. In
Österreich dürfte der Rehbestand bei etwa 700'000 Stück liegen (REIMOSER, F., 2005). Im Jagdjahr 2007/08 wurden rund 248'000 Rehe erlegt,
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Rehgeiss im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzo
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69'756 wurden als Fallwild registriert, davon waren 36'251 Opfer des Strassenverkehrs. In der
Schweiz war das Reh im 19. Jahrhundert überall selten oder ganz verschwunden, ausser im Kantion Aargau, der damals als einziger das Revierjagdsystem kannte. Verschiedene Kantone führten deshalb Jagdverbote ein (Bern bereits anno 1787) und im ersten eidgenössischen Jagdgesetz von 1875 wurde die Jagd auf Geissen und Kitze landesweit verboten. Dies führte zu einem raschen Anstieg der Population (
KUSTER, 1966). Während der letzten zehn Jahre lag der geschätzte Frühjahresbestand zwischen 117'000 und 133'000. Im Jahr 2008 wurden in der Schweiz 41'032 Rehe erlegt und 16'459 wurden als Fallwild registriert, davon waren 8'461 Opfer des Strassenverkehrs.
Durch den Roman
Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde (
1923) und dessen Fortsetzung
Bambis Kinder (1940) des österreichisch-ungarischen Journalisten und Schriftstellers Felix Salten (1869-1945) hat das Reh literarischen Weltruhm erlangt. Dies ist namentlich der jüngeren Generation nicht immer bewusst, denn in der Verfilmung des Romans durch Walt Disney (1942) wurde das Reh zum Weisswedelhirsch umfunktioniert.
Weitere Informationen:
MÜRI, H. (1984a)
MÜRI, H. (1984b)
Literatur:
GRIMMBERGER & RUDLOFF (2009)