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Elch
Alces alces
Engl.: The Moose - Franz.: L'élan

Ordnung: Paarzeher (Artiodactyla)
Familie: Geweihträger (Cervidae)
Unterfamilie: Trughirsche (Capreolinae)








Elch, Alces alces, im Tierpark Oberwald des Zoo Karlsruhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und zooschweiz)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Elch im Tierpark Oberwald des Zoo Karlsruhe © PD, VDZ
Der Elch hat zwar in Europa einen guten Teil seiner ursprünglichen Verbreitung verloren, gilt aber nicht als gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nicht nach CITES geregelt.

Verbreitung: Elche gibt es in Eurasien und Nordamerika. Mit dem gegenwärtigen Hobby der Taxonomen, neue Tierarten zu erfinden, wurde die Art Alces alces in zwei Arten aufgespaltet Alces alces in Eurasien und Alces americanus in Nordamerika und Ostasien. Wo sich die beiden "Arten" treffen gibt es eine "Hybridzone", was mit dem klassischen Artbegriff unverträglich ist.

Elch, Alces alces, im Tierpark Oberwald des Zoo Karlsruhe © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und zooschweiz)
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Der Eurasische Elch ist verbreitet in: China, Estland, Finnland, Kasachstan, Lettland, Litauen, Moldawien, Mongolei, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Schweden, Tschechien, Ukraine, Weissrussland. Gelegentlich finden einzelne Tiere ihren Weg nach Deutschland, Dänemark, Kroatien, Rumänien und Ungarn. Der Kaukasische Elch starb im 19. Jahrhundert aus.

Haltung in VDZ-Zoos: Berlin-Tierpark, Bern, Innsbruck, Karlsruhe-Oberwald, Kronberg, München, Neumünster, Rostock. Elche gibt es zudem in etlichen Wldparks.

Besonderes: Vom Vorkommen des Elchs in Gallien und
Elchkuh mit Zwillingen (Alces alces) im Opel Zoo - Pressefoto Opel Zoo Kronberg
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Elchkuh mit Zwillingen im Opel Zoo © Opel Zoo Kronberg
Germanien zeugt Gaius Julius Caesar in seinem De Bello Gallico: Zum Zweiten gibt es diejenigen, die man Elche nennt. Ihnen ist die Gestalt und die Färbung von Ziegen ähnlich, aber in der Größe übertreffen sie sie ein wenig, ihre Hörner sind verstümmelt und sie haben Beine ohne Knöchel und Gelenke. Weder legen sie sich zum Schlafen hin noch können sie, wenn sie durch irgend einen Zufall umgeworfen, sich aufrichten oder aufstehen. Ihnen dienen Bäume als Schlafstätten. Sie nähern sich ihnen an und genießen so, ein wenig an sie angelehnt, Ruhe. Wenn Jäger durch Spuren bemerkt haben, wohin sie sich gewöhnlich zurückziehen, untergraben sie dort alle Bäume oder kerben sie so sehr an, dass im Ganzen noch der Anschein stehender Bäume bleibt. Wenn sie sich ihrer Gewohnheit nach hier angelehnt haben, bringen sie die schwachen Bäume durch ihr Gewicht zu Fall und werden selbst getötet. - Sunt item, quae appellantur alces. Harum est consimilis capris figura et varietas pellium, sed magnitudine paulo antecedunt mutilaeque sunt cornibus et crura sine nodis articulisque habent. Neque quietis causa procumbunt neque, si quo adflictae casu conciderunt, erigere sese aut sublevare possunt. His sunt arbores pro cubilibus: ad eas se applicant atque ita paulum modo reclinatae quietem capiunt. Quarum ex vestigiis cum est animadversum a venatoribus, quo se recipere consuerint, omnes eo loco aut ab radicibus subruunt aut accidunt arbores, tantum ut summa species earum stantium relinquatur. Huc cum se consuetudine reclinaverunt, infirmas arbores pondere adfligunt atque una ipsae concidunt. (IULIUS CAESAR, C., 1944)

Noch im Frühmittelalter war der Elch über ganz Mitteleuropa verbreitet. Mit dem Rückgang morastiger, weichholzreicher Wälder starb er im 17. Jahrhundert in Deutschland praktisch aus. Neben dem Lebensraumverlust dezimierten Wilderei, Seuchen, und Hochwasser die Elchbestände. Zu Beginn des 20. Jahhunderts wurden Elche auf dem Darss und in der Schorfheide wieder angesiedelt. Diese verschwanden aber während des Zweiten Weltkriegs völlig. Seitdem wurden nur einzelne Tiere gesichtet, die aus Polen eingewandert waren.

In der Schweiz wurde der Elch schon im Frühmittelalter ausgerottet. Der erste Elch, der danach wieder ins Land gelangte "dürfte jenes unglückliche Exemplar gewesen sein, welches von Leonhard Thurneyssen im 16. Jahrhundert der Stadt Basel zum Geschenk gemacht worden ist. Dieser Thurneyssen war ein 1530 in Basel geborener Goldschmiedesohn, der als Metallurg, Chemiker, Botaniker und besonders als Arzt seinerzeit in Berlin Berühmtheit erlangt hatte.... Sein rasch anwachsendes Vermögen gestattete es ihm, sich ein grosses Naturalienkabinett und eine Menagerie anzulegen, die alle möglichen Tiere enthielt, unter anderen ... ein vom Fürsten Radzinik geschenktes Elen. Dieses sandte er nach seiner Vaterstadt Basel, um sich damit bei seinen Landsleuten in Respekt zu setzen. Die frommen Basler sahen es aber für einen Zauberteufel an, und ein altes Weib gab ihm einen Apfel mit zerbrochenen Nähnadeln ein." (HEDIGER, 1951)

Literatur:
GRIMMBERGER & RUDLOFF (2009)


PD - 01.05.2009
 


http://www.zoodirektoren.de


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