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Überschwemmung und Ablagerung von über 150 000 m3 Schutt am 23. August 2005 © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Die vom Goldauer Bergsturz von 1806 geformte Landschaft blieb trotz Bau der neuen Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf weitgehend unverändert, die meisten Felsbrocken wurden in die Anlage integriert. Dennoch gab es im 17 ha grossen Erweiterungsgelände Grosswyier, dem Fenster zur Natur, auch einen grösseren Eingriff: die Renaturierung des Schuttbachs. Jahrzehntelang bot der kommunale Bach einen traurigen Anblick: Stark verbaut, verlief er praktisch schnurgerade durchs Areal und versickerte stellenweise sogar in den Untergrund. Schwoll er bei Hochwasser an, konnte die schmale künstliche Rinne das Wasser nicht mehr abführen, das ganze Gelände wurde überflutet. Pflanzen und Tieren bot der Schuttbach keinen geeigneten Lebensraum mehr.
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Renaturierter Schuttbach und biologische Kläranlage nach Abschluss der Bauarbeiten © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Wieder ein vielfältiger Lebensraum
Das hat sich jetzt alles geändert: Das Wasser sickert nicht mehr ab, bei Hochwasser gibt es keine Überschwemmungen mehr, Tiere und Pflanzen breiten sich im neuen Lebensraum aus. Ausserdem sieht der lebendige Bach jetzt wieder richtig attraktiv aus. Die erfolgreiche Renaturierung ist das Ergebnis langwieriger Detailarbeit. Für den Schuttbach wurde ein neues Bett angelegt; jeder grosse Stein darin wurde bewusst gesetzt, damit das Wasser wie in einem natürlichen Bach mal schneller, mal langsamer fliesst. An den Ufern wurde Holz so verbaut, dass die Fische Rückzugsmöglichkeiten finden. Pflanzungen an den Böschungen halten den Bach durch Beschattung kühl – und verhindern, dass der Graureiher zu leicht Einblick in den Bach bekommt und zu viele Fische erwischt.
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Der renaturierte Schuttbach bei der Eröffnung am 26. Juni 2009 © PD, VDZGeschäftsstelle
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Der Schuttbach hat jetzt auch viel Platz; kommt es zu Hochwasser, können sich an verschiedenen Stellen kleine Seen und Tümpel bilden.
Neben der Anlage und nicht drinnen
Obwohl der Schuttbach noch immer ein von Menschenhand geschaffenes Werk ist, wirkt er heute wieder natürlich. Anstatt einer geraden Linie zu folgen, fliesst der Bach elegant der geschwungenen Aussenlinie der neuen Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf entlang. Dass er nicht durch die Anlage selbst fliesst, hat ökologische und rechtliche Gründe: So wird er nicht von den Bären und Wölfen verschmutzt, zudem hätte der Natur- und Tierpark Goldau den kommunalen Bach gar nicht für seine Zwecke nutzen dürfen.
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Die biologische Kläranlage bei der Eröffnung am 26. Juni 2009 © PD, VDZ-Geschäftstelle
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Der Wasserfall, die Teiche, die «Reinigenden Sümpfe» und der «Sausebach» im Innern der Anlage sind Teile eines geschlossenen Kreislaufs, der vom Schuttbach getrennt bleibt. Der saubere Schuttbach kann in seiner neuen Form also wieder zur ökologischen Vielfalt im Gelände beitragen – und den Status des Natur- und Tierparks Goldau als Naturschutzzentrum unterstreichen.
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Der renaturierte Schuttbach bei der Eröffnung am 26. Juni 2009 © PD, VDZ-Geschäftsstelle
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Technische Daten
Pflanzenkläranlage: 400 m2
Renaturierung Schuttbach:
– Ausbaulänge 300 m
– Materialbewegungen 7'364 m3
– versetzte Nagelfluhblocksteine 1'224 m3
– Lehmabdichtung unter Bachgerinne 1’208 m3