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Diese Seite drucken Zoo Leipzig: Trauriger Tag für Pongoland Junger Schimpanse musste eingeschläfert werdenGestern Mittag musste im Zoo Leipzig aufgrund einer schweren Verletzung ein junger Schimpanse aus dem letzten Jahr eingeschläfert werden. Das Tier hatte sich über Nacht einen Oberschenkelbruch zugezogen. Wie es dazu gekommen ist, ist unklar. Als die Pfleger am Morgen ihren routinemäßigen Kontrollgang machten, entdeckten sie, dass das Jungtier von Schimpansendame Riet (31 Jahre) das linke Bein nach sich zog, welches zudem völlig verdreht war. Die Pfleger informierten umgehend den Zootierarzt, der die erforderlichen Untersuchungen einleitete und dabei den Oberschenkelbruch des Beines feststellte.„Es war ein schwieriger Entscheidungsprozess für uns. Wir hätten das Tier in diesem Zustand nicht bei der Mutter lassen können. Alle Vorkehrungen am Tier zur Genesung hätte sie als störend empfunden und eigenhändig entfernt. Eine intensive veterinärmedizinische Betreuung über mehrere Monate in der Schimpansengruppe wäre unmöglich gewesen. Wir sind alle bestürzt und bedauern es sehr, aber es musste eine Entscheidung getroffen werden, die ein langfristiges Leiden des Tieres verhindert“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. In Pongoland leben insgesamt 24 westafrikanische Schimpansen. Seit der Eröffnung der weltweit einzigartigen Anlage konnte der Zoo regelmäßige Nachkommen verzeichnen, was ein gutes Zeichen für die soziale Stabilität der Gruppe ist. Der westafrikanische Schimpanse gilt in seinem Verbreitungsgebiet, der Elfenbeinküste und in einigen Staaten Westafrikas, durch Lebensraumzerstörung, Buschfleisch-Handel und Wilderei als bedroht.
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