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Alpenmurmeltier

Marmota marmota
Engl.: The Alpine Marmot - Franz.: La marmotte des Alpes

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)








Alpenmurmeltier im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo
Das Alpenmurmeltier ist nicht gefährdet (Rote Liste: LEAST CONCERN).

Der internationale Handel ist nicht durch CITES geregelt.

Verbreitung: Alpen (Frankreich, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland und Slowenien), Karpathen, und Tatra-Gebirge, angesiedelt in den Pyrenäen und im Neuenburger Jura (Creux-du-Van) - hier mit Tieren, die im Berner Tierpark Dählhölzli gezüchtet worden waren - und auf der Schwäbischen Alb, wo die Art im Pleistozän verschwunden ist., ferner in den Pyrenäen. In den Jahren 1954 und 1957 wurde im Schwarzwald
Alpenmurmeltier , Marmota marmota, im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo
Alpenmurmeltier mit Jungtier im Alpenzoo Innsbruck © Alpenzoo
11 Alpenmurmeltiere aus Graubünden und Kärnten angesiedelt, die sich bis 2005 auf etwa 30 vermehrten.

Haltung in VDZ-Zoos: Bern, Goldau, Görlitz, Innsbruck, München, Nürnberg, Salzburg

Besonderes: Alpenmurmeltiere sind Winterschläfer. Ihre Körpertemperatur fällt während des Winters bis auf ca. 5° Celsius und das Herz schlägt nur noch 1 3 Mal pro Minute (normal 100 Herzschläge pro Minute). Sie erwachen in dieser Zeit im Rhythmus von drei bis vier Wochen, jedoch nur um Kot und Harn abzusetzen. Dann fallen sie erneut in den Tiefschlaf fallen. Der Winterschlaf dauert ungefähr sechs Monate,
Alpenmurmeltier, Marmota marmota,  im Naturschutz-Tierpark Görlitz © Peter Dollinger, Zoo-Office Bern (VDZ und zooschweiz)
Alpenmurmeltier im Naturschutz-Tierpark Görlitz © PD, VDZ
so dass sie während der Schneeschmelze im Frühling aufwachen. Nach dieser Zeit haben sie 30 50% ihres Körpergewichtes verloren. Alpenmurmeltiere leben in selbst gegrabenen Höhlensystemen in Familienverbänden von bis zu 15 Mitgliedern. Halten sie sich ausserhalb von diesen auf, steht immer ein Familienmitglied Wache, um die Familie notfalls mittels schrillen Pfiffen vor einem Angriff durch einen Greifvogel oder Fuchs zu warnen.

Vom Alpenmurmeltier gibt es zwei Unterarten: M.m. marmota lebt in den Alpen und M. m. latirostris in den Karpaten, in der Tatra und anderen hohen osteuropäischen Gebirgen.

Als heimische Tierart und Winterschläfer ist das Alpenmurmeltier von besonderem zoopädagogischem Interesse.

Literatur:
HAUSSER, J. (1995)

PD - 14.02.2009 - 28.04.2009



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