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Prof. Dr. Hermann Landois |
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(19. April 1835 - 29. Januar 1905)
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Prof. Dr. Hermann Landois
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Hermann Johann Theodor Landois der Begründer von Zoo und Naturkundemuseum in Münster gilt als eines der münsterschen Originale. Der studierte Theologe erwarb sich noch heute gültige Verdienste in naturwissenschaftlichen, insbesondere in zoologischen Disziplinen. Nach dem Studium der Theologie empfing Landois zwar 1859 die Priesterweihe, wurde aber aufgrund ständiger Auseinandersetzungen mit der Amtskirche 1876 suspendiert und widmete sich nunmehr ganz den Naturwissenschaften, deren Studium er bereits während seiner theologischen Ausbildung betrieben hatte. In Greifswald wurde er mit einer Arbeit über Insekten 1863 als Zoologe promoviert, erhielt 1869 einen Ruf als Privatdozent an die Königliche Akademie in Münster, übernahm 1871 die Direktion des Zoologischen und Anatomischen Museums der Akademie und wurde 1873 zum Professor der Zoologie ernannt.
Auch als Professor führte Landois ein unbürgerliches und oft Anlass zur öffentlichen Kritik gebendes Leben, was ihm im Volksmund den Titel „de unwiese Profässer“ einbrachte. Auf höchst originelle Art betrieb er die Gründung und Betreuung des Zoologischen Gartens in Münster. So gründete er zu diesem Zweck nicht nur eine Aktiengesellschaft, sondern veranstaltete auch Völkerschauen und Froschschenkel- oder Bärentatzenessen. 1875 wurde der Zoo eröffnet. Hier hatte Landois fortan auch seinen Wohnsitz in der sogenannten Tuckesburg
Landois war Verfasser zahlreicher Schriften - von wissenschaftlichen Artikeln bis zu Romanen - auf Hoch- und Plattdeutsch. Er war auch der Erfinder der heute noch gebräuchlichen "Landoisklappen", d.h. von den Tieren selbst zu öffnende Schwingtüren zwischen Innen- und Aussengehege.
(BURHENNE, 2010)
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