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Aufgaben der Zoos


ZOO?


Von Gesetzes wegen gelten in Deutschland als Zoos: dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden. Nicht als Zoo gelten Zirkusse, Tierhandlungen und Gehege zur Haltung von nicht mehr als fünf Arten von Schalenwild, das im Bundesjagdgesetz aufgeführt ist (Wisent, Elch, Rot-, Dam-, Sikahirsch, Reh, Gemse, Steinbock, Mufflon, Wildschwein), oder Einrichtungen, in denen nicht mehr als 20 Tiere anderer wild lebender Arten gehalten werden.

In einem Zoo werden Wildtiere (und manche Haustiere) gehalten. Für die Haltung maßgeblich sind die neuesten Erkenntnisse der Tierhaltung sowie die geltenden Gesetze. Ein Zoo ist eine naturkundliche Kultureinrichtung und arbeitet für die Allgemeinheit. Die meisten Zoos in Deutschland sind im bereits 1887 gegründeten Verband Deutscher Zoodirektoren zusammengeschlossen. Es gehören ihm auch Zoologische Gärten in Estland, der Schweiz und Österreich an. Die Mitglieder des Verbandes fühlen sich gemeinsamen Aufgaben und Zielsetzungen verpflichtet. Für den Betrieb eines Zoos gelten bestimmte Grundsätze.
  • Die geltenden Gesetze und Vorschriften werden eingehalten. Die Sicherheit der Besucher und des Personals ist stets zu gewährleisten.
  • Es werden nur Tiere gehalten, denen unter Berücksichtigung ihres Verhaltens, ihrer Sozialstruktur, ihrer räumlichen und klimatischen Ansprüche, ihrer Ernährung sowie der notwendigen Hygiene und medizinischen Versorgung artgerechte Lebensmöglichkeiten geschaffen werden können. Bei Neuanlagen orientieren sich die Zoos nicht an Mindestanforderungen, sondern versuchen, möglichst optimale Bedingungen zu schaffen
  • Die Betreuung der Tiere erfolgt durch gut ausgebildetes Fachpersonal. Der Wissensstand des Personals wird durch Fortbildung auf dem neuesten Stand gehalten.
  • Unter den Zoos findet ein umfangreicher Erfahrungsaustausch statt. Regelmäßig veröffentlichte Jahresberichte geben Aufschluß über die Arbeit.


ZOO!
Ein Zoo ist eine Bildungseinrichtung, die den Besuchern Kenntnisse von der Vielfalt der Tierwelt und Einsichten in biologische und ökologische Zusammenhänge vermitteln soll. Die 825 Zoos, die ihre Tierbestände dem International Species Inventory System (ISIS) melden, halten insgesamt 15'000 verschiedene Tierarten. Für viele Menschen ist der Zoo heute die einzige Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit Tieren. Die Zoopädagogischen Abteilungen arbeiten mit Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen zusammen. mehr

Zoos betreiben Natur- und Artenschutz. Sie versuchen, von der Ausrottung bedrohte Tierarten (Wild- und Haustiere) durch im Rahmen von nationalen und internationalen Programmen koordinierte Nachzucht zu erhalten. Insgesamt gibt es 1440 internationale oder nationale Zuchtbücher und Zuchtprogramme für 850 Arten / Unterarten.Sind entsprechende Lebensräume vorhanden, werden Nachzuchttiere für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt. Die Nachzucht nicht gefährdeter Tierarten vermeidet weitgehend den Fang wildlebender Vertreter dieser Arten. Zoos stellen ihr Fachwissen den unterschiedlichsten Gremien zur Verfügung. mehr

Im Zoo wird Forschung in den Bereichen Tiergartenbiologie (u.a. Zoologie, Ökologie, Physiologie, Ethologie) und Tiermedizin im Rahmen der Möglichkeiten betrieben und gefördert. Dabei wird mit anderen Zoos, Universitäten und ähnlichen Einrichtungen zusammengearbeitet. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tätigkeit werden in Fachzeitschriften, aber auch in Presse, Funk und Fernsehen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Zoo ist eine Stätte der Erholung und Freizeitgestaltung. Er soll möglichst für alle Besucher Erholung und Bildung miteinander in Einklang bringen. Die Bedürfnisse der Tiere und die der Besucher sollen soweit als möglich aufeinander abgestimmt werden.

Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben lassen sich die Mitgliedzoos des VDZ von der Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie (WAZA, 2005) leiten. Die Zoos Bayerns, Österreichs und der Schweiz treffen sich im Abstand von zwei bis drei Jahren im Rahmen der "Rigi-Symposien", um spezifische Aspekte der Aufgaben der Zoos zu diskutieren und sich dazu auf Empfehlungen zu einigen, so zu Fortpflanzung und Aufzucht von Zootieren (DOLLINGER, Hrsg., 2003), zur Bedeutung der Zoos für den Naturschutz (DOLLINGER, Hrsg. 2005), oder zur Frage "Was ist ein guter Zoo?" (DOLLINGER, Hrsg., 2008).

Veröffentlichungen zum Herunterladen

Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. () Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie
VDZ-Broschüre zur Welt-Zoo- und -Aquarium-Naturschutzstrategie
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. (VDZ-Broschüre zur Welt-Zoo- und -Aquarium-Naturschutzstrategie) Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen



























Verhandlungsbericht des 1. Rigi-Symposiums 2003
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. (Verhandlungsbericht des 1. Rigi-Symposiums 2003) Die Bedeutung von Fortpflanzung und Aufzucht von Zootieren
Verhandlungsbericht des 1. Rigi-Symposiums 2003 - Englisch
Dateianhang: 'PDF'-Datei herunterladen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. (Verhandlungsbericht des 1. Rigi-Symposiums 2003 - Englisch) Ramifications of the Reproductive Management of Animals in Zoos






















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