
|
 |
Zoo Basel |
 |
 |
und andere um 1870 in der Schweiz
Zoologischer Garten Basel
 |
 |
 |
|
|
|
|
Elefantenhaus im Zoo Basel, 1891. Der erste Elefant, "Miss Kumbuk" kam bereits 1886 in den Zoo und lebte hier 31 Jahre. - Zooarchiv Basel
|
|
 |
 |
 |
Währenddem im benachbarten Mülhausen die Gründung des Zoos im Jahre 1868 auf Betreiben von Mitgliedern der Société Industrielle erfolgt war, ging in Basel die Initiative von der 1870 gegründeten Ornithologischen Gesellschaft aus. Gemeinsam war beiden Zoos, dass sie vorab zum Wohl der arbeitenden städtischen Bevölkerung gedacht waren, deren Erholung sie dienen sollten. Vom nur drei Kilometer entfernten Tierpark Lange Erlen grenzte sich der Zoo dadurch ab, dass er auch der Bildungsfunktion eine große Bedeutung zumaß. Dies manifestierte sich in einer entsprechenden Gehegebeschilderung und der Gewährung von Gratiseintritten für alle Schulklassen des Kantons. Auch gab es im Zoo klare Vorstellungen über die Entwicklung des Tierbestandes, bei der ein Schwergewicht auf europäische Arten gelegt werden sollte. Dass diese Absicht letztlich scheiterte, hing hauptsächlich mit der Anfälligkeit von Rehen, Elchen, Steinböcken und Gemsen für Parasitosen zusammen, gegen die es damals noch keine wirksamen Medikamente gab.
Dem als PDF-Datei auszugsweise wiedergegebenen Aufruf ist klar zu entnehmen, dass man in einer anderen Liga zu spielen gedachte, als die in der Schweiz bereits bestehenden kleineren Tierparks und Wildparks:
Interessant ist, dass im Aufruf von einem "übermächtigen Anwachsen der Städte und des bald den grösseren Theil der Bevölkerung absorbierenden Stadtlebens" gesprochen wurde, obwohl die Stadt Basel damals nur etwa 50'000 Einwohner aufwies und die Vorortgemeinden allesamt noch Bauerndörfer waren. Die Stadt erwies sich denn auch als zu klein, um einen Zoo tragen zu können. Die 62'262 Besucher und 169 Abonnenten des Eröffnungsjahres reichten dazu nicht aus. Nur Dank (bescheidener) Unterstützung durch die Stadt, freiwilligen Beiträgen der Aktionäre und Spenden oder Legaten von Privaten konnte der Zoo überleben.

|

Plan des Zoologischen Gartens Basel aus der Gründungszeit - Zoo-Archiv Basel

|
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Das erste Raubtierhaus von 1874 - Zoo Archiv Basel
|
|
 |
 |
 |
Eröffnung war am 3. Juli 1874. Da kurz zuvor das Projekt eines Zoologischen Gartens in Bern gescheitert war, konnten auf diesen Termin hin günstig Tiere aus Bern erworben werden. Nebst Kassagebäude mit Direktorswohnung und einem Restaurant mit Musikpavillon gab es einen Bärenzwinger, ein Haus für heimische Raubtiere, je ein Hirsch-, Reh- und Büffelhaus, eine Felsgruppe für Gemsen, Steinböcke und Mufflons, Anlagen für Wildschweine, Murmeltiere, Fischotter und Seehunde, eine Eulenburg, zwei Teiche, eine Sumpfanlage für Stelzvögel und diverse Volieren.
Schon nach dem ersten Jahr kam es zu einem Direktorenwechsel und auch der Nachfolger des glücklosen Herrn Müller, Inspektor Seydel aus Berlin verließ den Garten nach nur zwei Jahren. 1876 wurde ernsthaft überlegt, den Zoo zu liquidieren. Man entschloss sich aber zum Weitermachen, führte Kollekten durch und stellte Gottfried Hagmann, einen Förster, als Direktor an, der den Zoo für die nächsten 37 Jahre leiten sollte. Die ersten Jahre der Direktion Hagmann waren schwierig: Jahr für Jahr wurde ein Betriebsdefizit eingefahren, das auch durch Völkerschauen (erstmals 1879 eine Nubierkarawane), Konzerte und verbilligte Sonntagseintritte nicht behoben werden konnte. Trotzdem wurde der Garten auf 8.28 ha vergrößert und es wurden Leoparden, Kamele, ein Elefant und andere Exoten angeschafft. 1891 konnte ein "Elephantenhaus" eröffnet werden, in dem auch Zebras Unterkunft fanden, 1896 folgte ein neues Büffelhaus mit drei Abteilungen und 1900 ein Elchhaus.
1892 ging das erste größere Legat ein, dem weitere folgten, und als der "Zoologische", wie er von der Bevölkerung genannt wurde, im Jahr 1901 vom Basler Geschäftsmann Johannes Beck ein Legat von 750'000 Franken erhielt, was heute etwa 7 Millionen € entsprechen würde, wurde er endlich auf eine finanziell sichere Grundlage gestellt.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Raubtierhaus von 1904 im indischen Stil - Zoo Archiv
|
|
 |
 |
 |
Für den Kauf eines benachbarten Fabrikareals, des heutigen Betriebsgeländes, wurden 1910 neue Aktien ausgegeben.Mit der Eröffnung eines Raubtierhauses im indischen Stil im Jahr 1904 und des Giraffenhauses im Jahr 1910 war die Attraktivität des Garten erhöht worden, was 1912 eine Erhöhung des Eintrittspreises für Erwachsene von 50 auf 60 Cts. legitimierte. Trotz Preiserhöhung war 1912 ein Rekordjahr: es wurden 210'520 Besucher gezählt. 1913 starb Direktor Gottfried Hagmann. Sein Nachfolger, Adolf Wendnagel, hatte sich sogleich mit den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs zu befassen, denn durch Mobilmachung und Schließung der Landesgrenze sank die Besucherzahl auf die Hälfte und der Zoo war auf einen einmaligen Zuschuss der Stadt und private Spenden angewiesen, um die schwierige Zeit zu überleben.
1919 wurde der "Verein der Freunde des Zoologischen Gartens" gegründet, dem es in kürzester Zeit gelang, 800 Mitglieder zu gewinnen. (ZOO BASEL, Hrsg., 1994). Durch deren Aktivität und weitere Legate stand der Zoo bald wieder schuldenfrei da. Er konnte den Schöpfer der Hagenbeck'schen Felskulissen, den Bildhauer Urs Eggenschwyler verpflichten, um einen Murmeltierfelsen und eine Seelöwenanlage zu bauen. (SARASIN, F., 1924)
1929 konnte der Garten Richtung Stadt und 1930, dank einer Spende von 600'000 Franken, Richtung Binningen erweitert werden. In dem nach dem Spender benannten "Sauter-Garten" wurde 1938 ein Steinbockfelsen erstellt. Im vorderen Teil des Zoos entstanden 1927 das Vogelhaus und in den 1930er Jahren Afrikaanlage, Affenfelsen und Freianlagen für Bären. Der alte Bärenzwinger wurde zu einer Anlage für Wölfe und Füchse umgebaut.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Elefantenhaus von 1953. Die Elefanten waren, wie viele andere Tiere damals auch, direkt aus Tanzania importiert worden © Peter Dollinger
|
|
 |
 |
 |
Nachfolger von Adolf Wendnagel wurde nach dessen Pensionierung erstmals ein Zoologe, nämlich Prof. Dr. Heini Hediger (Biographie), der im Jubiläumsjahr 1949 einen Masterplan für die Weiterentwicklung des Gartens vorlegte. In der Folge wurden ein zweiter Zooeingang im Sautergarten und eine Besucherrampe bei den Seelöwen errichtet, die Giraffenanlage umgestaltet und der Bau eines neuen Elefantenhauses in Angriff genommen. Hediger schaffte eine Reihe seltener Tiere an, so Gorilla, Brillenbär, Okapi, Afrikanischer Elefant und Panzernashorn. Da er sich mit dem damaligen Verwaltungsratspräsidenten zerstritt, wechselte er 1953 als Direktor an den Zürcher Zoo. In seiner knapp zehnjährigen Tätigkeit hatte er aber den Grundstein für die weitere positive Entwicklung des Gartens gelegt (GEIGY, R., HEDIGER, H. & ARIOLI, R., 1953)
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Raubtierhaus von 1956 © Peter Dollinger
|
|
 |
 |
 |
Nachfolger wurde der bisherige Zootierarzt, Ernst M. Lang, der zuvor etliche Tierimporte begleitet hatte (LANG, 1994). Unter seiner Direktion wurde das Zoogelände um die "Schutzmatte" (1959) und das "Nachtigallenwäldchen" (1961) erweitert. In kurzer Abfolge entstanden ein richtungweisendes Raubtierhaus (1956), ein Pinguinhaus (1957) neue Greifvogelvolieren, das Nashornhaus (1959), ein Winterstall (1960), eine Elefantenarena (1961), ein neuer Betriebsgebäudekomplex, eine neue Eingangspartie mit Verwaltungsgebäude (1965/66), neue Wildrindergehege (1967) ein neues Affenhaus (1969/70), die Wildesel-/Bongo-Anlage (1971) und als Höhepunkt dieser rasanten Entwicklung 1972 das Vivarium (GEIGY, R., LANG, E.M., WACKERNAGEL, H., STUDER, P. & BRÄGGER, K., 1974).
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Flusspferde in der Afrika-Anlage von 1992/93 © Peter Dollinger
|
|
 |
 |
 |
Zu diesem Zeitpunkt stiegen die Betriebs-, namentlich die Lohnkosten, massiv an und es musste bei der Weiterentwicklung ein gemächlicheres Tempo angeschlagen werden. Als letztes Projekt der Ära Lang wurde 1977 der Kinderzoo fertig gestellt. Im Jahr darauf ging Ernst Lang in den Ruhestand. Mitte 1979 wurde er durch den Zootierarzt Dieter Rüedi ersetzt.
Während der 15-jährigen Amtszeit Rüedis wurden eine Reihe kleinerer Bauvorhaben, oft mit garteneigenem Personal, und 1992/93 als einziges Großprojekt die Afrikaanlage, eine Gemeinschaftshaltung von Flusspferd, Zebra und Strauss, realisiert.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Zoo Basel - Löwen in "Gamgoas", eröffnet 2003 © Zoo Basel
|
|
 |
 |
 |
Nach Rüedis Abgang im Jahr 1994 ging die Gartenleitung an den Vizedirektor, Peter Studer. In dessen kurzer Amtszeit wurde die Umgestaltung des zentralen Gartenteils geplant und teilweise realisiert. Das Raubtierhaus aus dem Jahr 1956 musste weichen. Mit "Etosha" wurde 2001 ein Themenhaus eröffnet, das den Nahrungskreislauf anhand des Beispiels der Trockengebiete des südlichen Afrikas erlebbar machte. Die ergänzende Ausstellung "Gamgoas" mit den Spitzenprädatoren Löwe, Hyänenhund und Nilkrokodil wurde 2003, ein Jahr nach Studers Pensionierung, unter dem gegenwärtigen Direktor, dem Tierarzt Olivier Pagan eröffnet. Seitdem wurden das Nashornhaus und weitere Teile des Sautergartens und die Aussenanlage für die Giraffen umgestaltet und ein Totalumbau des Affenhauses in Angriff genommen.
Tierpark Lange Erlen
 |
 |
 |
|
|
|
|
Tierpark Lange Erlen Basel, Tuschfeder-zeichnung von Walther Schmid, 1887
|
|
 |
 |
 |
Die in Kleinbasel unmittelbar an der Landesgrenze zu Deutschland gelegenen "Langen Erlen" waren - und sind - ein beliebtes Naherholungsgebiet vor den Toren Basels. 1870 wurde auf dem heute als "Erlenmatt" bezeichneten Gebiet ein Weiher eingezäunt, um Rehe und Wassergeflügel zu halten, in einer zweiten Einhegung wurden "zur Ergötzlichkeit des Publikums zwei Dammhirsche gepflegt". 1871 "geruhte Karl Egon Fürst von Fürstenberg hoheitsvoll, zwei wunderschöne schwarze Schwäne in den Kleinbasler Wald zu schicken". Um den kleinen Park zu erhalten, wurde "am 14. November 1871 ein Erlen-Verein constituirt", der sich alsbald "zutrauensvoll an das Publikum" wandte, "um einmalige Beiträge zur Erstellung der nöthigen Einfriedungen und Hütten, und um jährliche Beiträge zum Unterhalt der Thiere".
 |
 |
 |
|
|
|
|
Lange Erlen, Fasanerie, aufgenommen 1968 © Peter Dollinger, VDZ
|
|
 |
 |
 |
1872 kam ein Vertrag zwischen dem Verein und der Stadt zustande, in dem letztere dem Erlen-Verein 3.5 Jucharten (1.26 Hektar) auf zehn Jahre zur unentgeltlichen Nutzung überließ. Im selben Jahr schenkte die Munizipalität der Stadt Genf ein Paar weiße Schwäne und der lokale Jagdclub einen Edelhirsch, worauf der junge Park für den Bau eines weiteren Hirschgeheges gleich um 4400 Quadratfuss erweitert wurde. 1874, bei der Eröffnung des Zoologischen Gartens, verfügte der Erlenpark bereits über einen Tierbestand von "46 Vierfüsslern und 140 diversen Geflügelarten" (Zum Vergleich. Der Zoo hielt in seinem Gründungsjahr 94 Säugetiere in 35 Arten und 416 Vögel in 83 Arten). Die Beziehungen zwischen den beiden nur etwa drei Kilometern von einander entfernten Institutionen war im Prinzip freundlich, aber lange Zeit etwas distanziert.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Lange Erlen, umgebaute Fasanerie, aufgenommen 2008 © Peter Dollinger, VDZ
|
|
 |
 |
 |
1882 wurde ein neuer Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen, nun für ein Gelände von 2.26 Hektar. 1884 wurden die Gehege "wie im Zoologischen Garten" beschriftet. 1887 konnte dank einer Spende die Fasanerie umgebaut werden. Danach wurden neue Ökonomiegebäude und eine Voliere erstellt. Bedingt durch den Bau von Gleisanlagen für die Badische Bahn musste der Tierpark verlegt werden. 1903 stimmte der Große Rat dem Ankauf von 2.9 Hektar Ersatzland und der Übernahme der Kosten für die Neuanlage des Tierparks in der Höhe von 200'000 Franken bereitwillig zu. In Zusammenhang mit weiterer Bautätigkeit der Großherzoglichen Badischen Staatseisenbahn wurden dem Park eine weitere Entschädigung ausbezahlt und sein Areal um 1.5 Hektar erweitert.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Neue Anlagen für Sambar und Barasingha in den 1970er Jahren © PD, VDZ
|
|
 |
 |
 |
In der Zwischenkriegszeit konsolidierte sich die Einrichtung. Der grassierenden Maul- und Klauenseuche von 1937 sei Dank konnte der Park 1939 fachgerecht eingezäunt werden. Der Eintritt blieb nach wie vor unentgeltlich. Finanziert wurde der Park damals wie heute durch Mitgliedbeiträge des Erlenvereins, Spenden, den Pachtzins des Tierparkrestaurants und eine relativ bescheidene Subvention der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Park mit Unterstützung der Stadt rundum erneuert und erweitert und beherbergte nun u.a. die artenreichste Hirschsammlung der Schweiz sowie beachtliche Kollektionen von Fasanen und Entenvögeln (KIRSCHBAUM, E. (1971); MEIER, E. A. (1997); VÖLLM, J. & MEIER, J. (1996)).
 |
 |
 |
|
|
|
|
Der Erlenpark der Zukunft im Modell - Erlen-Verein Basel
|
|
 |
 |
 |
In den letzten Jahren wurde auf der Grundlage eines neuen Masterplans (GYSIN et al., 2003) der Park erweitert und der Umbau in Richtung "Fenster zur regionalen Natur" in Angriff genommen. In fünf Themenbereichen sollen amphibische Aue, Hartholzaue, aktuell und früher vorkommende Grosstierarten, Nutztiere und Tiere zwischen den Gehegen dargestellt werden. Damit wird das Angebot des Zoologischen Gartens sinnvoll ergänzt.
Wildpark Langenberg
 |
 |
 |
|
|
|
|
Wildpark Langenberg - Rotwild © Peter Dollinger
|
|
 |
 |
 |
Die Initiative zur Gründung des Wildparks Langenberg ging von einer Einzelperson, dem Zürcher Stadtforstmeister C. A. L. von Orelli (1808-1890) aus. Die Stadt hatte zwar nichts einzuwenden gegen "eine Bevölkerung des unvergesslich schönen Stadtwalddistrictes Langenberg mit passendem Gewild", wollte aber dafür nicht in die Tasche greifen. Von Orelli ließ daher 1869 den "löblichen Stadtrath wissen, dass er ein grosses pekuniäres Opfer bringen würde, umso eher, als auch von anderer Seite hülfreiche Hand angeboten sei" und rief eine Stiftung ins Leben. Sein Vorhaben wurde noch im selben Jahr vom Grossen Stadtrat "unter Bezeugung des Dankes an den Stifter" gutgeheißen. Dieser hatte sich ausbedungen, den Park auch nach seiner Pensionierung leiten zu dürfen, was ihm gewährt wurde.
 |
 |
 |
|
|
|
|
Wildpark Langenberg - Elch (Alces alces) © Peter Dollinger
|
|
 |
 |
 |
Von Orelli ging sogleich ans Werk, ließ ein einziges, den ganzen Langenberg umfassendes Gehege einrichten, das er mit Rotwild, Damwild, Rehen und Gemsen bevölkerte. Wegen in den 1880er Jahren auftretenden Waldschäden musste das Großgehege verkleinert und unterteilt werden. Durch die Unterstützung von Gönnern kamen eine Reihe neuer Tierarten, wie Sika, Axis, Wapiti, Mufflon, Zebra, Lama und Antilopen dazu, und der Wildpark begann einem Zoologischen Garten zu gleichen. Mit der Eröffnung der Zürcher Zoos im Jahr 1929 hörte diese "Ära der Exoten" auf und man beschränkte sich auf ein halbes Dutzend Wildarten, einschließlich des Braunbären (ab 1914). 1959 wurde anstelle des Bärengrabens eine zweiteilige Bären-Freianlage erstellt. 1969 wurde das Parkgelände erweitert und der Tierbestand um Elch und Wisent ergänzt (OLDANI, C., 1969).
 |
 |
 |
|
|
|
|
Wildpark Langenberg - Rotfuchs (Vulpes vulpes) © Christian Stauffer
|
|
 |
 |
 |
Danach wuchs der Tierbestand sukzessive auf gegenwärtig 18 Arten, an die allesamt in großzügigen Freigehegen untergebracht sind. 2009 wurde der Park aus der Stadtverwaltung Zürich ausgegliedert und bildet nun - zusammen mit dem Sihlwald, einem Teil des größten Buchenmischwaldes der Schweiz, der sich seit dem Jahr 2000 zu einem Naturwald ohne menschliche Eingriffe entwickelt - den von einer Stiftung getragenen Wildnispark Zürich. Er erfüllt also eine ähnliche Funktion, wie die Gehegezone im Nationalpark Bayerischer Wald.
Das gescheiterte Berner Zoo-Projekt
 |
 |
 |
|
|
|
|
Der Hirschpark in der Engehalde, Bern
|
|
 |
 |
 |
In Bern war 1871 ein Akklimatisationsverein gegründet worden, der im neu erschlossenen Kirchenfeldquartier einen Zoo errichten wollte. Dieser Plan scheiterte, aber immerhin konnte wenig später in der Engehalde ein kleiner Tierpark zur Aufnahme der Hirsche aus den aufgefüllten Stadtgräben errichtet werden. Hier fanden bald auch Bisons Unterkunft. 1937 übersiedelten Hirsche und Bisons in den neuen Tierpark Dählhölzli und der Engehalde-Park wurde abgerissen. Ein Stallgebäude steht aber bis heute. (SÄGESSER, H. & ROBIN, K., 1987)
Literatur:
GEIGY, R., HEDIGER, H. & ARIOLI, R. (1953)
GEIGY, R., LANG, E.M., WACKERNAGEL, H., STUDER, P. & BRÄGGER, K. (1974)
LANG (1904)
MEIER, E. A. (1997)
OBERLE, R. (1968)
OLDANI, C. (1969)
SÄGESSER, H. & ROBIN, K. (1987)
SARASIN, F. (1924)
ZOO BASEL (Hrsg., 1994)
ZOO BASEL (Hrsg., 1999)
 |
 |
 |

|

 |
Trickfilm |
 |
 |
 |
 |
Für etwas Spaß aufs Bild klicken! |
 |
|
 |
 |
 |
|