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Tierpark Hellabrunn |
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Elefantenhaus im Tierpark Hellabrunn © Peter Dollinger
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In München hatte es bereits in den 1860/70er Jahren private Zoos gegeben, die aber nur wenige Jahre Bestand hatte (1864-66 Zoo im Englischen Garten, 1874-76 Zoo in der Hirschau). 1885 wurde im Rahmen des Bayerischen Vereins für Geflügelzucht ein Vorstoß zur Errichtung eines Zoos gemacht. Diese Initiative scheiterte, ebenso, wie andere Anstrengungen des 19. Jahrhunderts. 1902 wurde von Oberstleutnant Hermann von Manz der Vorschlag gemacht, in Hellabrunn einen Tierpark zu errichten. 1905 konstituierte sich zu diesem Zweck der Verein "Zoologischer Garten München e.V.". 1906 beschloss der Magistrat der Stadt, dem Verein das Hellabrunn auf 60 Jahre unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen. Nach Plänen des Architekten Emmanuel von Seidel wurde der Zoo errichtet und am 1. August 1911 fand die feierliche Eröffnung statt.
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Tierpark Hellabrunn - Landschaftszoo, Gehege für Davidshirsche © Peter Dollinger, VDZ
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Geldmangel ließ nur den Bau weniger massiver Tierhäuser zu. Die meisten Tiere wurden in nicht beheizbaren Holzhütten untergebracht und mussten, soweit sie kälteempfindlich waren, jeweils für den Winter umquartiert werden. Dieser erste Zoo in Hellabrunn hatte wirtschaftliche Probleme und daher nur kurzen Bestand: Am 25. April 1923 löste sich der Trägerverein auf und Ende des Jahres wurde der Zoo wegen Geldmangels geschlossen.
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Tierpark Hellabrunn - Der Pavianfelsen © Peter Dollinger, VDZ
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1825 gründete Kommerzienrat August Baumgartner innerhalb des "Hilfsbundes der Münchner Einwohnerschaft" einen Tierparkausschuss mit dem Ziel, Hellabrunn wieder zu eröffnen. Am 23. Mai 1923 öffnete der Tierpark unter seinem neuen Direktor Heinz Heck seine Pforten. Von den ursprünglichen Bauwerken waren mit Ausnahme des Restaurants nur noch Ruinen vorhanden. Die ausgestellten Tiere waren Eigentum von Hagenbeck, dem Schwiegervater Heinz Hecks. Nach einem Probejahr gründeten am 16. Januar 1929 die Stadt München und der Hilfsbund der Münchner Einwohnerschaft die Münchener Tierpark Hellabrunn AG. Damit konnte die Finanzierung des Wiederaufbaus sichergestellt werden.
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Tierpark Hellabrunn - Die "neue" Eisbärenanlage - nach 2010 schon Geschichte © Peter Dollinger, VDZ
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Nach einer Idee Heinz Hecks entstand der Geo-Zoo, in dem die Tiere nicht wie üblich nach zoologischer Systematik sondern nach ihrer Verbreitung gezeigt wurden. Das ehemalige Prinzregentengehege wurde zu einer Paviananlage umgestaltet, das Löwenhaus konnte 1930 wiederaufgebaut werden. Es folgte das Elefantenhaus, in dem bereits 1934 ein Elefantenmädchen mit dem sinnigen Namen "Stasi" geboren wurde. Darauf entstanden Anlagen für Bison, Wisent und sogenannt "rückgezüchtete Auerochsen", die natürlich keine Auerochsen waren, aber immerhin ein Bild vermittelten, wie der Auerochse einmal ausgesehen hatte. Die größten Projekte der Vorkriegszeit waren die Menschenaffenstation und das Aquarium, die von 1936-1938 errichtet wurden.
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Tierpark Hellabrunn - Grossvoliere © Peter Dollinger, VDZ
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Obwohl Hellabrunn außerhalb der Stadt und fernab von Industire- und militärischen Einrichtungen lag, wurde der Park während des Zweiten Weltkriegs durch Fliegerbomben weitgehend zerstört. Die massiven Gebäude wurden stark beschädigt, viele Bäume wurden vernichtet und ein großer Teil der Tiere wurde getötet. Trotzdem konnte der Tierpark kurz nach Kriegsende, im Mai 1945, als erster deutscher Zoo mit behelfsmäßig reparierten Gebäuden wiedereröffnet werden. Bis 1967 wurden kaum städtische Zuschüsse gewärt und dementsprechend war die Entwicklung des Zoos während dieser Zeit bescheiden. Immerhin erlaubte die Spende von einer Million DM des Konzernchefs Helmut Horten, im Jahr 1960 neue Gehege für Wölfe, Wildschafe und Wildziegen, ein Haus für hemische Vögel und einen Ausstellungspavillon zu finanzieren. Ferner mussten 1967 und 1969 zwangsläufig die maroden Anlagen für Raubkatzen ersetzt werden.
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Tierpark Hellabrunn - Löwenfreianlage und Dschungelzelt © Peter Dollinger, VDZ
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1972 wurde ein privates Architekturbüro mit der Planung des Ausbaus des Tierparks beauftragt. Dieses entwickelte einen Generalausbauplan, der Ausbaukosten in der Höhe von 50 Millionen DM vorsah. Dieser Plan wurde vom Stadtrat genehmigt und Hellabrunn konnte sich zum modernen Tiergarten entwickeln. Der Parkteil "Europa" wurde komplett umgestaltet, indem viele Kleingehge zu wenigen, großzügigen Anlagen zusammengelegt wurden. 1975 enstand das "Polarium" mit Eisbären, Robben, Pinguinen und Moschusochsen, das 2010 bereits wieder umgestaltet wurde, indem man das Moschusochsengehege den Eisbären zuschlug und so deren Anlage auf 3250 m² vergrößerte. 1981 wurde die wegweisende Vogelvoliere mit einer Grundfläche von 5000 m² und einer Höhe bis zu 18 m eröffnet. 1995 ersetzte das "Dschungelzelt" das ehemalige Raubtierhaus. 1997 wurde das Haus für Riesenschildkröten und 2000 das Urwaldhaus für Gorillas und Schimpansen eröffnet. Von 2002-04 wurden Elefantenhaus und Freigehege umgestaltet. 2007 erfolgte der Umbau der Orang-Utan-Anlage und im selben Jahr wurde das Tier-, Natur- und Artenschutzzentrum (TNA) eröffnet, wo über die Artenschutzprojekte Hellabrunns informiert wird.
Literatur
HIRSCH, F. & WIESNER, H. (1986)
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Trickfilm |
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