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Berühmte Tiergärtner
Hagenbecks Tierpark
Afrika-Panorama in Hagenbecks Tierpark © Goetz Berlik
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Afrika-Panorama in Hagenbecks Tierpark © Goetz Berlik
Der Tierhändler und Zirkusunternehmer Carl HAGENBECK (Biographie) hatte begonnen, sich im Hinblick auf die Eröffnung eines Zoos mit der gitterlosen Tierhaltung zu befassen, auf die er 1896 ein Patent erwarb. Nach langem Suchen konnte er im damals noch preußischen Stellingen um 35'000 Mark eine Villa mit 200'000 Quadratfuß - etwa 1.85 Hektar - Umschwung erwerben. Da das Areal verkehrstechnisch schlecht angebunden war, kam er auf die Idee die Nachbargrundstücke bis zur Hamburger Stadtgrenze aufzukaufen. Diese verkaufte er zum Teil wieder an Investoren, behielt aber 14 ha für den Bau eines Zoologischen Gartens. 1902 konnte mit den Erdbewegungen und dem Bau eines Zentralgebäudes begonnen werden.
Eingang zum Tierpark Hagenbeck
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Eingang zum Tierpark Hagenbeck
Bereits am 7. Mai 1907 eröffnete Carl Hagenbeck seinen „ganz neuartigen Zoologischen Garten“ mit dem Ziel „Tiere in größtmöglicher Freiheit vorzuführen und damit gleichzeitig zu zeigen, was die Akklimatisation zu tun vermag.“ 1908 wurde die Anlage um ein Vogelhaus, Reptilien- und Känguruhaus ergänzt. Kaiser Wilhelm II., dem Hagenbeck seine Biographie widmete, besuchte in diesem Jahr den Park, der sich alsbald großer Beliebtheit erfreute, was sich nicht zuletzt in Jean Gilberts 1912 komponiertem und von Alfred Schönfeld getextetem Lied "Geh'n wir mal zu Hagenbeck" aus der Posse "Puppchen" niederschlug. Schon bald konnten Raritäten, wie Spitzmaulnashörner und ein See-Elefant gezeigt werden.
Tierpark Hagenbeck - Asiatische Teichlandschaft © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und ziischweiz)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Tierpark Hagenbeck - Asiatische Teichlandschaft © Peter Dollinger, VDZ
Der Tierpark litt sehr unter der schlechten Versorgungslage im Ersten Weltkrieg, was den Tod mehrere Tiere zu Folge hatte. 1920 musste er wegen der Wirtschaftskrise vier Jahre schließen. Danach ging's wieder aufwärts: 1925 entstand der Pavianfelsen und 1937 die Elefantenfreianlage.
Nach der fast völligen Vernichtung durch den Bombenhagel von 1943, in dem viele Tiere und neun Mitarbeiter starben, wurde der Tierpark größer und schöner als zuvor wieder aufgebaut. Glücklicherweise waren der alte Baumbestand und das Stellinger Wahrzeichen, das "Hochgebirgspanorama" mit der ersten gitterlosen Raubtierschlucht erhalten geblieben. Bereits 1947 entstand das Bisongehege. Es folgten die Giraffen-Freianlage (1951), die Tiger-Freianlage (1953) und das Troparium (1960). Ebenfalls 1960 wurde der Tierpark an das U-Bahnnetz angeschlossen.
Tierpark Hagenbeck - Asiatische Teichlandschaft © Peter Dollinger, Zoo Office Bern (VDZ und ziischweiz)
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Tierpark Hagenbeck - Asiatische Teichlandschaft © Peter Dollinger, VDZ
Weiter ging es mit 1971 der Eröffnung eines Delfinariums, das bis 1996 Bestand hatte und zeitweilig auch einen Schwertwal beherbergte. 1992 wurde das neue Restaurant Flamingo Lodge eingeweiht, 1997 entstand am Gazellenkamp ein neuer Eingangsbereich, 1999 wurde ein Haustierpark fertiggestellt, 2004 wurde das neue Orang-Utan-Haus fertig und gleich danach wurde mit dem Bau des Tropen-Aquariums begonnen.

HAGENBECKs zoogeografisches Konzept beeinflusste die Präsentation von Zootieren nachhaltig und weltweit und seine unter Denkmalschutz stehende Panoramen prägen die Zooarchitektur bis heute.

Tierpark Hagenbeck - Ein Besucher des Jahres 1967
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt.Tierpark Hagenbeck - Ein Besucher des Jahres 1967
Literatur:
HAGENBECK, C. (1908))
KIRCHSHOFER, R., Hrsg. (1966)
Hamburger Abendblatt vom 5. Mai 2007


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